Entwicklung von Miet- und Wohnkosten in Baden-Württemberg

Vorbemerkung der Fragesteller

Vorbemerkung der Fragesteller

Unter den zehn Städten mit den höchsten Mietpreisen für Wohnungen in Deutschland befinden sich im zweiten Quartal 2025 auch drei Städte aus Baden-Württemberg: Freiburg, Stuttgart und Heidelberg (vgl. https://de.statist a.com/statistik/daten/studie/1885/umfrage/mietpreise-in-den-groessten-staedte n-deutschlands/). Für viele Menschen stellt das Wohnen dort sowie bundesweit eine große finanzielle Herausforderung dar, weil sie immer mehr von ihrem Einkommen für die Miete aufwenden müssen.

Baden-Württemberg weist bundesweit den größten Mangel an Sozialwohnungen auf. Nach Berechnungen des Pestel Instituts fehlen dort über 200 000 Sozialwohnungen, während der Bestand Ende des Jahres 2024 bei 54 634 lag (vgl. www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/300 0-neue-sozialwohnungen und www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/so zialer-wohnungsbau-bw-kommt-nicht-voran-100.html).

Auch bei den Kaufpreisen für Eigentumswohnungen gehören drei Städte aus Baden-Württemberg – Stuttgart, Freiburg und Heidelberg – zu den zehn teuersten in Deutschland im Jahr 2025.

Die Fragestellerinnen und Fragesteller interessieren sich besonders für die Entwicklung der Miet- und Wohnkosten in Baden-Württemberg.

Text vor der ersten Frage

desregierung wird sich mit Maßnahmen wie der Novelle des Baugesetzbuches (BauGB) oder dem Gebäudetyp E sowie Verfahrensvereinfachungen dafür einsetzen, dass das Bauen einfacher, günstiger und schneller wird. Zugunsten dieses Ziels werden auch die investiven Anreize weiter verbessert werden. Die Verlängerung der Mietpreisbremse verfolgt das Ziel, den Anstieg der Wiedervermietungsmieten zu dämpfen.

Gleichzeitig unterstützt die Bundesregierung die privaten Haushalte auch direkt. Dazu zählen neben dem Mietrecht der soziale Wohnungsbau und das Wohngeld. Das Wohngeld leistet einen wirksamen Beitrag zur Verringerung der Wohnkostenbelastung in Zeiten steigender Mieten. Mit der Wohngeld-Plus-Reform konnte der Empfängerkreis um mehr als eine halbe Million Haushalte ausgeweitet und gleichzeitig das durchschnittliche Wohngeld um 55 Prozent auf 297 Euro gesteigert werden. Mit der zum 1. Januar 2025 in Kraft getretenen Dynamisierung wurde sichergestellt, dass die Entlastungswirkung trotz Preissteigerungen erhalten bleibt.

Der Bund hat in den letzten Jahren außerdem die Finanzhilfen für den Sozialen Wohnungsbau der Länder kontinuierlich deutlich aufgestockt auf insgesamt 3,5 Md. Euro im Programmjahr 2025. Diese strategische Neuausrichtung zeigt bereits Wirkung. Trotz gestiegener Bau- und Finanzierungskosten und sinkender Baugenehmigungen im Gesamtmarkt in den letzten Jahren wurden im Kalenderjahr 2024 von den Ländern insgesamt rund 62 000 Wohneinheiten im Bereich des Sozialen Wohnungsbaus gefördert, was einem deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren entspricht. Außerdem konnte der Rückgang des Sozialmietwohnungsbestands gegenüber den Jahren vor 2020 deutlich abgebremst werden. Im Jahr 2024 ist es zudem in sieben Ländern, einschließlich Baden-Württemberg, zu einem Anstieg beim Bestand an Sozialmietwohnungen gekommen. Um schnellstmöglich eine bundesweite Trendwende bei dem Sozialmietwohnungsbestand zu erreichen, werden die Finanzhilfen des Bundes ab 2026 schrittweise weiter erhöht auf insgesamt 5,5 Mrd. Euro pro Jahr ab dem Programmjahr 2028.

Allgemeine Hinweise zu den Antworten der Fragen 1 bis 5

Der Bundesregierung liegen Angebotsmieten nur in Form von im Internet inserierten Wohnungsangeboten vor. Die Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen sind nicht repräsentativ für das gesamte Wohnungsangebot von Neuvermietungen (vergleiche unten stehende Hinweise zu den Erst- und Wiedervermietungsmieten). Sie spiegeln das Angebot wider, auf das Wohnungssuchende treffen, wenn sie im Internet nach einer Mietwohnung suchen. Inserate aus lokalen Zeitungen, Mieter- oder Unternehmenspublikationen oder von Aushängen fließen nicht mit ein. Wohnungsvermittlungen über Kunden- und Wartelisten von Wohnungsunternehmen oder Maklern gehen in diese Quelle ebenfalls nicht ein. Daher sind insbesondere Wohnungen im günstigen Mietsegment in dieser Datenquelle unterrepräsentiert. Sonderauswertungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zu Folge lagen beispielsweise die Wiedervermietungsmieten des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. (GdW), dessen Unternehmen Wohnungen häufig über Wartelisten oder direkte Ansprache von Kundinnen und Kunden vermieten, im 1. Halbjahr 2024 im Aggregat der 261 Kreise für die Daten einbezogen werden konnten, um mehr als ein Fünftel unterhalb der Internet-Wiedervermietungsmieten.

Ergänzende Hinweise zu den Erst- und Wiedervermietungsmieten

Die ausgewerteten Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen basieren auf Inseraten aus Immobilienplattformen und von Zeitungen für Angebote von Wohnungen im Neubau und Gebäudebestand (Erst- und Wiedervermietungen). Zur Standardaufbereitung bis auf die Ebene der Kreise erfolgte eine Eingrenzung der betrachteten Wohnungen unmöblierter Angebote mit Wohnflächen von 40 bis 100 m² mit mittlerer Wohnungsausstattung in mittlerer bis guter Wohnlage. Die verwendeten Daten umfassen nettokalte Angebotsmieten, also ohne kalte und warme Nebenkosten. Als Quelle werden die Datenbanken der IDN ImmoDaten GmbH mit Inseraten aus über 120 Immobilienportalen und Zeitungen verwendet, die das BBSR aufbereitet und daraus durchschnittliche Angebotsmieten berechnet.

Die Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen liegen der Bundesregierung für die Jahre 2010 bis 2024 auf der Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise vor.

Frage 1 Seite 3

Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Angebotsmieten in den 20 größten Städten Baden-Württembergs in den letzten zehn Jahren sowie in den letzten 20 Jahren entwickelt (bitte die Entwicklung für jedes Jahr der letzten zehn Jahre separat sowie für die Jahre 2004, 2014 und 2024 differenziert angeben und nach Städten aufschlüsseln)?

Antwort

Die Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen liegen nur für die kreisfreien Städte und Landkreise der Jahre 2010 bis 2024 vor. In Baden-Württemberg bestehen neun kreisfreie Städte. Die folgende Tabelle beinhaltet die durchschnittlichen Angebotsmieten bei Erst- und Wiedervermietung der Jahre 2010, 2014 und 2024 sowie die prozentualen Entwicklungen der Zeiträume 2010 bis 2024 und 2014 bis 2024 der kreisfreien Städte in Baden-Württemberg.

Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in den kreisfreien Städten in Baden-Württemberg 2010, 2014 und 2024

Tabelle auf Seite 3 · 9 Zeilen × 8 Spalten
Kreisname2010201420242010 bis 20242014 bis 20242010 bis 20242014 bis 2024
Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in € je m²Entwicklung in %jährliche Entwicklung in %
Stuttgart, Stadtkreis8,6710,3515,4077,648,84,24,1
Heilbronn, Stadtkreis6,367,5112,1491,061,64,74,9
Baden-Baden, Stadtkreis7,087,8211,9368,652,43,84,3
Karlsruhe, Stadtkreis7,598,9812,5765,640,03,73,4
Heidelberg, Stadtkreis8,039,0115,0387,166,84,65,2
Mannheim, Stadtkreis6,727,5811,9177,257,14,24,6
Pforzheim, Stadtkreis5,846,5710,1072,853,74,04,4
Freiburg im Breisgau, Stadtkreis8,7310,6714,1762,332,83,52,9
Ulm, Stadtkreis7,258,6112,6173,846,44,03,9

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen. Jährliche Entwicklung als geometrischer Mittelwert

Die folgende Tabelle zeigt die jährlichen Veränderungen der durchschnittlichen Angebotsmieten bei Erst- und Wiedervermietung der kreisfreien Städte in Baden-Württemberg im Zeitraum von 2014 bis 2024.

Jährliche Entwicklung der Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in den kreisfreien Städten in Baden-Württemberg 2014 bis 2024

Tabelle auf Seite 4 · 10 Zeilen × 12 Spalten
Kreisnamejährliche Entwicklung zum Vorjahr in %
20142015201620172018201920202021202220232024
Stuttgart, Stadtkreis5,26,95,86,08,66,91,1–0,9–0,43,53,4
Heilbronn, Stadtkreis8,38,94,17,511,413,90,8–2,3–1,56,01,6
Baden-Baden, Stadtkreis6,32,41,79,80,17,20,33,50,511,66,7
Karlsruhe, Stadtkreis6,50,45,12,15,73,97,30,11,73,34,9
Heidelberg, Stadtkreis–1,4–0,17,73,113,73,67,10,26,72,88,4
Mannheim, Stadtkreis0,67,84,24,73,06,24,42,03,48,32,5
Pforzheim, Stadtkreis3,32,47,01,213,02,85,34,71,74,91,7
Freiburg im Breisgau, Stadtkreis2,55,8–5,43,211,41,35,67,6–2,13,9–1,5
Ulm, Stadtkreis1,79,6-2,65,02,04,12,74,71,16,16,7

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen.

Frage 2 Seite 4

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die landesweite Entwicklung der Angebotsmieten in Baden-Württemberg innerhalb der letzten zehn sowie der letzten 20 Jahre gestaltet (bitte die Entwicklung für jedes Jahr der letzten zehn Jahre separat sowie für die Jahre 2004, 2014 und 2024 differenziert angeben)?

Antwort

Es liegen nur die Daten von im Internet inserierten Wohnungen der Jahre 2010 bis 2024 vor. Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen im Land Baden-Württemberg der Jahre 2010, 2014 bis 2024 sowie die prozentualen Entwicklungen der Zeiträume 2010 bis 2024 und 2014 bis 2024.

Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in Baden-Württemberg 2010, 2014 und 2024

Tabelle auf Seite 4 · 1 Zeilen × 8 Spalten
Bundesland2010201420242010 bis 20242014 bis 20242010 bis 20242014 bis 2024
Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in € je m²Entwicklung in %jährliche Entwicklung in %
Baden-Württemberg6,967,9512,1975,253,44,14,4

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen. Jährliche Entwicklung als geometrischer Mittelwert

Die folgende Tabelle beinhaltet die jährlichen Veränderungen der durchschnittlichen Angebotsmieten bei Erst- und Wiedervermietung im Land Baden-Württemberg im Zeitraum von 2014 und 2024.

Jährliche Entwicklung der Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in Baden-Württemberg 2014 bis 2024

Tabelle auf Seite 5 · 2 Zeilen × 12 Spalten
Bundeslandjährliche Entwicklung zum Vorjahr in %
20142015201620172018201920202021202220232024
Baden-Württemberg3,55,54,94,57,05,63,52,22,04,44,2

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen.

Frage 3 Seite 5

Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die durchschnittlichen Angebotsmieten in den Landkreisen und kreisfreien Städten Baden-Württembergs über die letzten zehn sowie über die letzten 20 Jahre entwickelt (bitte die Entwicklung einzeln nach Landkreisen, kreisfreien Städten sowie für die Jahre 2004, 2014 und 2024 aufschlüsseln)?

Antwort

Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Angebotsmieten bei Erst- und Wiedervermietung der kreisfreien Städte und Landkreise in Baden-Württemberg der Jahre 2010, 2014 und 2024 sowie die prozentualen Entwicklungen der Zeiträume 2010 bis 2024 und 2014 bis 2024.

Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in den kreisfreien Städten und Landkreisen in Baden-Württemberg 2010, 2014 und 2024

Tabelle auf Seite 5, 6 · 44 Zeilen × 9 Spalten
KreistypKreisname2010201420242010 bis 20242014 bis 20242010 bis 20242014 bis 2024
Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in € je m²Entwicklung in %jährliche Entwicklung in %
Kreisfreie StädteStuttgart, Stadtkreis8,6710,3515,4077,648,84,24,1
Heilbronn, Stadtkreis6,367,5112,1491,061,64,74,9
Baden-Baden, Stadtkreis7,087,8211,9368,652,43,84,3
Karlsruhe, Stadtkreis7,598,9812,5765,640,03,73,4
Heidelberg, Stadtkreis8,039,0115,0387,166,84,65,2
Mannheim, Stadtkreis6,727,5811,9177,257,14,24,6
Pforzheim, Stadtkreis5,846,5710,1072,853,74,04,4
Freiburg im Breisgau, Stadtkreis8,7310,6714,1762,332,83,52,9
Ulm, Stadtkreis7,258,6112,6173,846,44,03,9
LandkreiseBöblingen7,768,7813,6075,354,84,14,5
Esslingen7,598,6312,7067,447,13,73,9
Göppingen6,136,9510,5071,251,13,94,2
Ludwigsburg7,638,4813,3074,256,94,04,6
Rems-Murr-Kreis7,118,4012,7979,952,34,34,3
Heilbronn6,357,1711,6483,262,24,45,0
Hohenlohekreis5,756,2110,5082,569,04,45,4
Schwäbisch Hall5,576,4110,3285,361,04,54,9
Main-Tauber-Kreis5,265,769,1473,958,64,04,7
Heidenheim5,636,089,9376,563,24,15,0
Ostalbkreis5,776,5510,5783,161,44,44,9
Karlsruhe6,597,0211,3572,361,64,04,9
Rastatt6,156,8810,4770,452,33,94,3
Neckar-Odenwald- Kreis4,965,289,1584,573,44,55,7
Rhein-Neckar-Kreis6,777,3711,5971,257,33,94,6
Calw5,596,0010,0079,066,74,25,2
Enzkreis5,906,4210,2673,859,94,04,8
Freudenstadt5,785,919,6266,462,73,75,0
Breisgau-Hochschwarzwald6,717,5011,8676,958,14,24,7
Emmendingen6,567,5611,9281,657,64,44,7
Ortenaukreis5,676,2210,9092,375,24,85,8
Rottweil5,595,889,1463,455,33,64,5
Schwarzwald-Baar- Kreis5,466,109,3070,252,53,94,3
Tuttlingen5,946,2910,3173,764,04,05,1
Konstanz6,317,3612,5298,470,15,05,5
Lörrach6,898,3212,2778,147,44,24,0
Waldshut5,606,7710,1681,550,14,44,1
Reutlingen7,208,4311,9966,642,13,73,6
Tübingen7,458,3512,7871,653,13,94,3
Zollernalbkreis5,375,879,6079,063,64,25,0
Alb-Donau-Kreis6,216,5610,8174,264,84,05,1
Biberach6,166,9010,7574,555,84,14,5
Bodenseekreis7,498,3612,5868,050,43,84,2
Ravensburg6,447,5811,0872,146,14,03,9
Sigmaringen5,195,559,5082,971,34,45,5

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen. Jährliche Entwicklung als geometrischer Mittelwert

Frage 4 Seite 7

Welche zehn Kommunen in Baden-Württemberg verzeichneten nach Kenntnis der Bundesregierung innerhalb der letzten zehn sowie der letzten 20 Jahre die höchsten prozentualen Mietsteigerungen (bitte die jeweiligen Kommunen sowie die prozentualen Anstiege für beide Zeiträume nennen)?

Antwort

Die Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen liegen nur bis auf die Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise sowie nur für die Jahre 2010 bis 2024 vor. Die folgende Tabelle beinhaltet die durchschnittlichen Angebotsmieten bei Erst- und Wiedervermietung der zehn Landkreise und kreisfreien Städte in Baden-Württemberg mit den höchsten prozentualen Steigerungen im Zeitraum von 2010 bis 2024.

Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in den 10 Kreisen mit den höchsten prozentualen Entwicklungen der Mieten in Baden-Württemberg 2010 bis 2024

Tabelle auf Seite 7 · 10 Zeilen × 6 Spalten
Kreisname2010201420242010 bis 20242014 bis 2024
Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in € je m²Entwicklung in %
Konstanz6,317,3612,5298,470,1
Ortenaukreis5,676,2210,9092,375,2
Heilbronn, Stadtkreis6,367,5112,1491,061,6
Heidelberg, Stadtkreis8,039,0115,0387,166,8
Schwäbisch Hall5,576,4110,3285,361,0
Neckar-Odenwald-Kreis4,965,289,1584,573,4
Heilbronn6,357,1711,6483,262,2
Ostalbkreis5,776,5510,5783,161,4
Sigmaringen5,195,559,5082,971,3
Hohenlohekreis5,756,2110,5082,569,0

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen.

Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Angebotsmieten bei Erst- und Wiedervermietung der zehn Landkreise und kreisfreien Städte in Baden-Württemberg mit den höchsten prozentualen Steigerungen im Zeitraum von 2014 bis 2024.

Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in den 10 Kreisen mit den höchsten prozentualen Entwicklungen der Mieten in Baden-Württemberg 2014 bis 2024

Tabelle auf Seite 7, 8 · 10 Zeilen × 6 Spalten
Kreisname2010201420242010 bis 20242014 bis 2024
Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in € je m²Entwicklung in %
Ortenaukreis5,676,2210,9092,375,2
Neckar-Odenwald-Kreis4,965,289,1584,573,4
Sigmaringen5,195,559,5082,971,3
Konstanz6,317,3612,5298,470,1
Hohenlohekreis5,756,2110,5082,569,0
Heidelberg, Stadtkreis8,039,0115,0387,166,8
Calw5,596,0010,0079,066,7
Alb-Donau-Kreis6,216,5610,8174,264,8
Tuttlingen5,946,2910,3173,764,0
Zollernalbkreis5,375,879,6079,063,6

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen.

Frage 5 Seite 8

Welche zehn Landkreise bzw. kreisfreien Städte weisen nach Kenntnis der Bundesregierung aktuell die höchsten Angebotsmieten in Baden-Württemberg auf (bitte ebenso die Werte für die einzelnen Kommunen aus den Jahren 2004, 2014 und 2024 angeben)?

Antwort

Die Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen liegen für die kreisfreien Städte und Landkreise vor. Folgende zehn kreisfreie Städte und Landkreise hatten im Jahr 2024 in Baden-Württemberg die höchsten durchschnittlichen Angebotsmieten bei Erst- und Wiedervermietung.

Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in den 10 Kreisen mit den höchsten Angebotsmieten in Baden-Württemberg 2024

Tabelle auf Seite 8 · 10 Zeilen × 4 Spalten
Kreisname201020142024
Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in € je m²
Stuttgart, Stadtkreis8,6710,3515,40
Heidelberg, Stadtkreis8,039,0115,03
Freiburg im Breisgau, Stadtkreis8,7310,6714,17
Böblingen7,768,7813,60
Ludwigsburg7,638,4813,30
Rems-Murr-Kreis7,118,4012,79
Tübingen7,458,3512,78
Esslingen7,598,6312,70
Ulm, Stadtkreis7,258,6112,61
Bodenseekreis7,498,3612,58

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen.

Frage 6 Seite 8

Wie hat sich nach Erkenntnissen der Bundesregierung die Mietbelastungsquote in Baden-Württemberg in den vergangenen 20 Jahren entwickelt (bitte in Zehn-Jahres-Schritten für die Jahre 2004, 2014 und 2024 angeben)?

Antwort

Das alle vier Jahre umgesetzte Zusatzprogramm Wohnen des Mikrozensus der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder bietet die Möglichkeit Mietbelastungsquoten auf der räumlichen Ebene der Bundesländer zu ermitteln, zuletzt für das Erhebungsjahr 2022. Demnach lag die durchschnittliche monatliche Mietbelastungsquote der Hauptmieterhaushalte im Jahr 2022 in Baden-Württemberg, bezogen auf die Bruttokaltmiete am Haushaltsnettoeinkommen, bei 28 Prozent. Nach Angaben der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder sind die Ergebnisse aus früheren Erhebungen durch methodische Umstellungen nicht miteinander vergleichbar (www.destatis.de/DE/Themen/Gesell schaft-Umwelt/Wohnen/Methoden/_zusatzprogramm-wohnen-des-mz.html). Frühere Ergebnisse werden daher nicht dargestellt.

Frage 7 Seite 9

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Mietbelastungsquote in den zehn baden-württembergischen Städten mit den höchsten Mieten über die letzten 20 Jahre entwickelt (bitte die Angaben nach Jahren in Zehn-Jahres-Schritten für die Jahre 2004, 2014 und 2024 und Städten differenzieren)?

Antwort

Der Bundesregierung liegen die Mietbelastungsquoten auf der Ebene der Städte der letzten zwanzig Jahre in Baden-Württemberg nicht vor.

Frage 8 Seite 9

Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Baulandpreise in Baden-Württemberg innerhalb der letzten 20 Jahre entwickelt (bitte in Zehn-Jahres-Schritten für die Jahre 2004, 2014, 2024 nach Landkreisen aufschlüsseln)?

Antwort

Der Bundesregierung liegen die Baulandpreise der letzten 20 Jahre für die Landkreise und kreisfreien Städten in Baden-Württemberg nicht vor.

Frage 9 Seite 9

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Leerstandsquote von Wohnungen in Baden-Württemberg seit dem Jahr 2010 entwickelt (bitte nach landesweiter Quote, Quote in Landkreisen sowie kreisfreien Städten und Gründen für den Leerstand aufschlüsseln)?

Antwort

Leerstandsquoten liegen auf der Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise über die Vollerhebungen des Zensus 2011 und des Zensus 2022 vor. Die folgende Tabelle zeigt die Leerstandsquoten in Gebäuden mit Wohnraum der Erhebungsstichtage der Zensen 2011 und 2022 für die Landkreise und kreisfreien Städte in Baden-Württemberg und das Land Baden-Württemberg.

Durchschnittliche Leerstandsquoten in Gebäuden mit Wohnraum der Landkreise und kreisfreien Städte in Baden-Württemberg und des Landes Baden-Württemberg 2011 und 2022

Tabelle auf Seite 9, 10 · 45 Zeilen × 4 Spalten
Kreisname201120222011 bis 2022
Anteil leerstehender Wohnungen an allen Wohnungen in %Veränderung in Prozentpunkten
Stuttgart, Stadtkreis3,83,6–0,2
Böblingen3,94,00,1
Esslingen3,94,00,1
Göppingen5,24,9–0,3
Ludwigsburg3,84,20,4
Rems-Murr-Kreis4,14,0–0,1
Heilbronn, Stadtkreis4,04,20,2
Heilbronn4,44,70,3
Hohenlohekreis4,74,80,1
Schwäbisch Hall4,95,20,3
Main-Tauber-Kreis5,76,40,6
Heidenheim5,24,9–0,3
Ostalbkreis4,95,00,1
Baden-Baden, Stadtkreis4,75,50,8
Karlsruhe, Stadtkreis2,43,41,0
Karlsruhe3,84,30,5
Rastatt4,24,60,4
Heidelberg, Stadtkreis3,13,60,5
Mannheim, Stadtkreis4,34,50,2
Neckar-Odenwald-Kreis5,65,70,1
Rhein-Neckar-Kreis4,04,30,3
Pforzheim, Stadtkreis4,33,9–0,4
Calw6,86,3–0,5
Enzkreis5,05,20,2
Freudenstadt6,45,9–0,5
Freiburg im Breisgau, Stadtkreis2,42,50,2
Breisgau-Hochschwarzwald3,43,50,1
Emmendingen3,33,60,3
Ortenaukreis3,84,40,6
Rottweil6,26,20,1
Schwarzwald-Baar-Kreis5,45,3–0,1
Tuttlingen5,14,7–0,4
Konstanz3,43,2–0,2
Lörrach3,24,21,0
Waldshut5,05,40,5
Reutlingen4,44,2–0,1
Tübingen4,23,6–0,5
Zollernalbkreis5,65,70,1
Ulm, Stadtkreis2,93,40,4
Alb-Donau-Kreis4,45,00,6
Biberach4,45,00,6
Bodenseekreis3,44,00,6
Ravensburg3,63,70,1
Sigmaringen4,94,8–0,0
Baden-Württemberg4,24,40,2

Anmerkung: Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum, ausgenommen Ferien- und Freizeitwohnungen Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Zensus 2011, Zensus 2022 – Gebäude- und Wohnungszählung

Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder haben mit dem Zensus 2022 erstmals Leerstandsgründe abgefragt. Die folgende Tabelle zeigt die prozentualen Verteilungen der leerstehenden Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum nach Leerstandgründen zum Erhebungsstichtag des Zensus 2022.

Verteilung der Leerstandsgründe leerstehender Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum der Landkreise und kreisfreien Städte in Baden-Württemberg und des Landes Baden-Württemberg 2022

Tabelle auf Seite 11, 12 · 45 Zeilen × 7 Spalten
KreisnameInnerhalb von 3 Monaten für den Bezug verfügbarLaufende bzw. geplante BaumaßnahmenGeplanter Abriss oder RückbauVerkauf des Gebäudes oder der WohnungKünftige SelbstnutzungSonstiger Grund
Anteil leerstehender Wohnungen nach Grund des Wohnungsleerstands in %
Stuttgart, Stadtkreis49,125,44,16,84,510,1
Böblingen33,819,96,39,39,421,2
Esslingen35,121,26,29,99,118,5
Göppingen27,721,74,19,512,524,4
Ludwigsburg33,422,74,810,09,619,5
Rems-Murr-Kreis30,421,85,59,610,622,2
Heilbronn, Stadtkreis42,120,83,910,86,116,4
Heilbronn, Landkreis27,423,65,29,611,222,9
Hohenlohekreis24,622,86,77,512,925,4
Schwäbisch Hall26,622,85,67,811,925,3
Main-Tauber-Kreis21,122,94,77,813,230,3
Heidenheim30,320,03,69,711,525,0
Ostalbkreis22,522,36,48,413,327,0
Baden-Baden, Stadtkreis38,723,11,98,77,520,1
Karlsruhe, Stadtkreis44,426,27,86,14,311,1
Karlsruhe, Landkreis26,225,24,19,011,524,0
Rastatt24,924,73,29,812,325,1
Heidelberg, Stadtkreis44,031,12,94,64,512,9
Mannheim, Stadtkreis37,531,25,45,23,916,7
Neckar-Odenwald- Kreis21,824,73,810,112,227,3
Rhein-Neckar-Kreis30,124,73,99,510,621,2
Pforzheim, Stadtkreis43,424,32,57,96,815,2
Calw26,221,74,69,611,626,2
Enzkreis22,727,24,99,811,823,6
Freudenstadt24,422,45,28,512,926,5
Freiburg im Breisgau, Stadtkreis47,826,63,64,93,913,1
Breisgau- Hochschwarzwald31,625,64,07,210,820,8
Emmendingen29,125,44,96,410,823,3
Ortenaukreis26,426,84,26,612,123,8
Rottweil20,924,86,78,311,827,6
Schwarzwald-Baar- Kreis27,625,54,68,710,623,0
Tuttlingen25,822,23,810,811,126,3
Konstanz32,625,65,47,99,818,5
Lörrach33,924,55,58,38,719,0
Waldshut28,325,23,38,811,423,0
Reutlingen28,522,86,38,810,323,3
Tübingen32,323,26,77,68,921,4
Zollernalbkreis25,221,86,810,710,525,0
Ulm, Stadtkreis42,321,87,66,05,317,1
Alb-Donau-Kreis22,125,45,87,412,327,0
Biberach25,323,58,66,510,925,3
Bodenseekreis33,324,66,07,68,220,3
Ravensburg30,024,87,16,810,620,7
Sigmaringen24,623,76,29,311,324,9
Baden-Württemberg30,824,15,18,49,921,6

Anmerkung: Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum, ausgenommen Ferien- und Freizeitwohnungen Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Zensus 2022 – Gebäude- und Wohnungszählung

Die Statistischen Ämter haben die im Zensusfragebogen vorgelagerte Frage „Innerhalb von 3 Monaten für den Bezug verfügbar“ als Kategorie den Leerstandsgründen zugeordnet. Für diese Wohnungen wurden im Rahmen des Zensusfragebogens keine weiteren Leerstandsgründe abgefragt.

Frage 10 Seite 12

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung der Bestand an Sozialwohnungen in Baden-Württemberg in den letzten 20 Jahren entwickelt (bitte in Zehn-Jahres-Schritten für die Jahre 2004, 2014 und 2024 und zusätzlich nach den zehn größten baden-württembergischen Städten aufschlüsseln)?

Antwort

Der Bestand an Sozialwohnungen in Baden-Württemberg lag, nach Angaben von Baden-Württemberg, zum Ende des Jahres 2014 bei 63 197 Wohnungen und zum Ende des Jahres 2024 bei 54 634 Wohnungen. Für das Jahr 2004 liegen der Bundesregierung keine Informationen vor. Der Bundesregierung liegen zudem keine entsprechenden Informationen zu tieferen regionalen Ebenen unterhalb der Landesebene vor.

Frage 11 Seite 12

Wie viele Wohnungen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung in Baden-Württemberg seit dem Jahr 2020 fertiggestellt (bitte einzeln nach Jahren und Landkreisen sowie kreisfreien Städten aufschlüsseln)?

Antwort

Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl fertiggestellter Wohnungen in den Landkreisen und kreisfreien Städten in Baden-Württemberg sowie des Landes Baden-Württemberg der Jahre 2020 bis 2024.

Fertiggestellte Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum in den Landkreisen und kreisfreien Städten in Baden-Württemberg und des Landes Baden-Württemberg 2020 bis 2024

Tabelle auf Seite 13, 14 · 45 Zeilen × 7 Spalten
Kreisname20202021202220232024Summe 2020 bis 2024
fertiggestellte Wohnungen
Stuttgart, Stadtkreis1.5461.5171.0141.8911.3217.289
Böblingen1.3741.3581.1931.4441.6347.003
Esslingen1.6501.7051.8151.7781.2998.247
Göppingen6357998028515593.646
Ludwigsburg1.8331.5141.3871.5901.3337.657
Rems-Murr-Kreis1.4231.6281.8891.6551.2357.830
Heilbronn, Stadtkreis5507134185033692.553
Heilbronn1.3331.4231.4091.2691.8487.282
Hohenlohekreis5016915686374992.896
Schwäbisch Hall8981.0788919181.0754.860
Main-Tauber-Kreis4593865236365922.596
Heidenheim3946574464594102.366
Ostalbkreis1.4591.2471.3421.2981.2286.574
Baden-Baden, Stadtkreis1191062542762461.001
Karlsruhe, Stadtkreis5797357204439043.381
Karlsruhe2.2571.4391.8001.8881.4868.870
Rastatt9056605945576353.351
Heidelberg, Stadtkreis5075335082924222.262
Mannheim, Stadtkreis1.2702.3081.0631.5027426.885
Neckar-Odenwald-Kreis3905494777353602.511
Rhein-Neckar-Kreis1.5711.5751.5631.5991.3637.671
Pforzheim, Stadtkreis4805254523563612.174
Calw5905917347485283.191
Enzkreis5494595095423782.437
Freudenstadt5345714744435552.577
Freiburg im Breisgau, Stadtkreis1.1936609821.0104004.245
Breisgau-Hochschwarzwald1.0229259748468334.600
Emmendingen6966847347175463.377
Ortenaukreis1.4811.4181.6182.0101.9998.526
Rottweil5295876807177043.217
Schwarzwald-Baar-Kreis8959034601.2905404.088
Tuttlingen6307375347054223.028
Konstanz1.1821.6001.2031.2558556.095
Lörrach1.0859179898347174.542
Waldshut9606487597215363.624
Reutlingen1.2341.0411.2991.1019285.603
Tübingen1.0537078101.0126794.261
Zollernalbkreis6617155567836323.347
Ulm, Stadtkreis4984033057775242.507
Alb-Donau-Kreis9898719549348554.603
Biberach1.0581.0781.3381.3001.0285.802
Bodenseekreis8709871.0349256634.479
Ravensburg1.1901.1811.2381.6941.5796.882
Sigmaringen4695396236185572.806
Baden-Württemberg41.50141.36839.93543.55936.379202.742

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Statistik der Baufertigstellungen.

Frage 12 Seite 14

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung der Bauabgang in Baden-Württemberg seit dem Jahr 2020 entwickelt (bitte einzeln nach Jahren und Landkreisen sowie kreisfreien Städten aufschlüsseln)?

Antwort

Der Bauabgang liegt räumlich differenziert bis auf die Ebene der Bundesländer vor. Folgende Tabelle zeigt die in der Statistik erfassten Bauabgänge von Wohnungen in Baden-Württemberg der Jahre 2020 bis 2024.

Anzahl der Bauabgänge von Wohnungen in Baden-Württemberg 2020 bis 2024

Tabelle auf Seite 14 · 2 Zeilen × 7 Spalten
Kreisname20202021202220232024Summe 2020 bis 2024
Bauabgang von Wohnungen
Baden-Württemberg2.6342.8712.9551.9071.82512.192

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistik des Bauabgangs der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder

Frage 13 Seite 14

Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung die Mittel aus der Städtebauförderung (Bundesmittel), die seit dem Jahr 2020 nach Baden-Württemberg geflossen sind (bitte einzeln nach Jahren aufschlüsseln)?

Antwort

Baden-Württemberg erhielt seit dem Jahr 2020 aus der Städtebauförderung die nachfolgenden Mittel (Bundesmittel).

Tabelle auf Seite 14 · 7 Zeilen × 2 Spalten
202077.401.000 Euro
202177.602.000 Euro
202279.846.000 Euro
202376.591.000 Euro
202478.594.000 Euro
202576.729.000 Euro
Gesamt466.763.000 Euro
Frage 14 Seite 15

Wie viele Kommunen in Baden-Württemberg haben nach Kenntnis der Bundesregierung seit dem Jahr 2020 Mittel zur Städtebauförderung abgerufen (bitte einzeln nach Jahren aufschlüsseln)?

Antwort

Die Anzahl der geförderten Kommunen ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

Tabelle auf Seite 15 · 5 Zeilen × 2 Spalten
2020255 Kommunen
2021332 Kommunen
2022312 Kommunen
2023297 Kommunen
2024294 Kommunen
2025285 Kommunen
Frage 15 Seite 15

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung der Bestand an Grundstücken und Immobilien der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) in Baden-Württemberg innerhalb der letzten 20 Jahre entwickelt (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?

Antwort

Die Entwicklung des Liegenschaftsbestandes der BImA in Baden-Württemberg ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen, die die Anzahl der Grundstücke/Immobilien im Eigentum der BImA in Baden-Württemberg aufgeschlüsselt nach Jahren – beginnend mit dem Jahr 2007 – darstellt. Zuvor wurden diese Daten nicht erhoben.

Tabelle auf Seite 15 · 19 Zeilen × 2 Spalten
Grundstücke/Immobilien im Eigentum der BImA in Baden- Württemberg
20071.250
20081.262
20091.278
20101.224
20111.208
20121.312
20131.278
20141.241
20151.232
20161.193
20171.157
20181.105
20191.083
20201.074
20211.045
20221.020
20231.002
2024984
2025976
Frage 16 Seite 15

Welche Grundstücks- und Immobilienverkäufe der BImA sind in Baden-Württemberg für die kommenden fünf Jahre vorgesehen (bitte die geplanten Veräußerungen nach ihrem genauen Standort auflisten)?

Antwort

Im aktuellen Verkaufsportfolio der BImA im Bundesland Baden-Württemberg befinden sich die in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Liegenschaften, die aus heutiger Sicht zum Verkauf anstehen.

Damit die BImA bei ihren Veräußerungsentscheidungen auf die sich stets ändernden Marktgegebenheiten reagieren kann, reicht die Verkaufsplanung regelmäßig nicht über einen Zeitraum von einem Jahr hinaus, ist dafür aber grundsätzlich belastbar.

Bevor die BImA entbehrliche Liegenschaften auf dem Immobilienmarkt veräußert, bietet sie diese zunächst den Kommunen oder anderen Gebietskörperschaften im Wege des Erstzugriffs zum Erwerb an. Durch dieses Verfahren ist sichergestellt, dass keine für eine kommunale Nutzung interessante Liegenschaft ohne Beteiligung der Kommune an private Träger verkauft wird.

Tabelle auf Seite 16, 17 · 63 Zeilen × 5 Spalten
lfd. Nr.PostleitzahlOrtOrtsteil, Straße oder Lage*Hausnummer
168239Mannheimehem. Hammonds-Barracks, Seckenheimer Hauptstr.215
268239MannheimBadener Platz4
369115Heidelberg, StadtRömerstr.104
469124Heidelberg, StadtPleikartsfoersterhof15
569124Heidelberg, StadtAlamo-Circle8
669207Sandhausen
770563StuttgartPascalstr.
870597StuttgartWurmlinger Straße
971691Freiberg am NeckarAm Wehr1
1072186EmpfingenReichenhalden20
1172218Wildberg, Stadt
1272218Wildberg, Stadt
1372469MeßstettenGeissbuehlstraße
1472508Lichtenstein
1572535HeroldstattNeue Siedlung
1672535HeroldstattHofsiedlung1
1772555Metzingen, Stadt
1872631Aichtal, Stadt
1973345HohenstadtGwann Ried
2073479EllwangenParkplatz am Südtor der Reinhardkas
2173660Urbach
2274348Lauffen am NeckarOtto-Konz-Straße3
2374653Künzelsau, Stadtdiverse land-u. forstwirschaftlich Grundstücke u. Ä.
2474855HaßmersheimLandesstr.3
2574939Zuzenhausen
2676187KarlsruheLudwig-Haas-Str.15b
2776199KarlsruheDanziger Str.
2876287RheinstettenRheinstr.30, 34, 36, 42
2976437RastattBühlstraße11
3076437Rastatt, StadtKehler Straße51
3176437Rastatt, StadtFährstraße17
3276437Rastatt, StadtKehler Straße48, 49
3376473IffezheimAußer Ort 48
3476661Philippsburg-RheinsheimEhemalige Schiffbruecke
3576661Phililppsburg-Huttenheim33
3677652Offenburg, Stadt
3777799Ortenberg
3878166Donaueschingen, StadtVillinger Str.37
3978462KonstanzGut Ehrlisgarten
4078467KonstanzBettenberg
4178628RottweilHohentwielweg4,6–12, 14–24
4278628RottweilHohenkrähenweg4, 6, 12
4379110Freiburg im Breisgau, StadtHeidenhofstraße2
4479115Freiburg im BreisgauBlauenstraße
4579206Breisach am Rhein, StadtAn der Hafenstraße
4679359Riegel am KaiserstuhlBahnhofstraße26
4779379MüllheimBurgunderstr.30
4879540LörrachBasler Straße2/4
4979540LörrachHinterer Hornberg
5079576Weil am RheinRoemerstr,Mittelpfadacker, Buehlhag
5179618RheinfeldenRheinbrückstraße9
5279780StühlingenBehagelweg6
5379798JestettenRheinauer Straße20
5479798JestettenAm Hohrain3
5579798JestettenSaarstraße2/4
5679856Hinterzarten
5779868FeldbergPasshöhe4
5888436EberhardzellKreuzbergweg
5989518Heidenheim an der Brenz, Stadt
6097922Lauda-KönigshofenGemarkung Königshofen
6197941Tauberbischofsheim, Stadtdiverse land-u. forstwirschaftlich Grundstücke u. Ä.
6297941TauberbischofsheimGem. TBB, Dittigheim, Distelhausen
6397980Bad Mergentheim, Stadtdiverse land-u. forstwirschaftlich Grundstücke u. Ä.

* Bei Liegenschaften ohne Ortsteil-, Straßen- oder Lagebezeichnung handelt es sich in der Regel um land- und forstwirtschaftliche Flächen, Grün-, Unland-, Straßennebenflächen und Ähnliches.

* Bei Liegenschaften ohne Ortsteil-, Straßen- oder Lagebezeichnung handelt es sich in der Regel um land- und forstwirtschaftliche Flächen, Grün-, Unland-, Straßennebenflächen und Ähnliches.

Frage 17 Seite 17

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl der Wohngeldhaushalte in Baden-Württemberg in den letzten 20 Jahren entwickelt (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?

Antwort

Die Anzahl der Wohngeldhaushalte in den Jahren 2005 bis 2024 in Baden-Württemberg (zum Stichtag 31.12.) ist der untenstehenden Tabelle zu entnehmen. In der Tabelle wird zwischen wohngeldrechtlichen Teilhaushalten und reinen Wohngeldhaushalte unterschieden. Letztere sind Haushalte, in denen alle Mitglieder Wohngeld erhalten.

Beim Vergleich der Anzahl der Wohngeldhaushalte über die Zeit ist zu beachten, dass Veränderungen nicht nur auf gestiegene Wohnkosten oder veränderte Einkommensverhältnisse zurückzuführen sind, sondern auch auf Änderungen im Wohngeldrecht, die in der Tabelle mit einer Fußnote gekennzeichnet sind.

Tabelle auf Seite 18 · 20 Zeilen × 4 Spalten
Wohngeldart
Reine WohngeldhaushalteWohngeldrechtliche TeilhaushalteInsgesamt
31.12.2005168340214370483
31.12.200661821176063581
31.12.200757270153458804
31.12.200851895229154186
31.12.2009186375990196276
31.12.20108609414034100128
31.12.2011177732845086182
31.12.201271336558676922
31.12.2013164455430268757
31.12.201456620336759987
31.12.201543994258746581
31.12.2016163726255066276
31.12.201760049225962308
31.12.201855014196156975
31.12.201950380175352133
31.12.2020162440194064380
31.12.202158060182059880
31.12.202260525164062165
31.12.202311032852205105485
31.12.20241111602315113475

¹: Gesetzliche Änderungen im Wohngeldrecht. Quelle: Wohngeldstatistik, Statistisches Bundesamt 2025

Frage 18 Seite 18

Wie hat sich die jährliche Anzahl der Zwangsräumungen in Baden-Württemberg in den letzten 20 Jahren entwickelt (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?

Antwort

Nachstehend sind die Angaben zu den tatsächlich durchgeführten Zwangsräumungen in Baden-Württemberg für die Jahre 2020 bis 2024 aufgeführt, die die Landesjustizverwaltung Baden-Württemberg dem Bundesamt für Justiz (BfJ) übermittelt hat. Eine frühere Erhebung der erfragten Daten hat in Baden-Württemberg nicht stattgefunden, sodass dem BfJ keine Daten übermittelt wurden.

2020: 1.944, davon 1.739 in Wohnraum und 205 in sonstige Räume

2021: 1.751, davon 1.423 in Wohnraum und 328 in sonstige Räume

2022: 1.878, davon 1.481 in Wohnraum und 397 in sonstige Räume

2023: 2.076, davon 1.743 in Wohnraum und 333 in sonstige Räume

2024: 2.272, davon 1.918 in Wohnraum und 354 in sonstige Räume.

Frage 19 Seite 19

Wie hat sich die Anzahl der wohnungslosen Menschen, die seit 2022 in Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfe in Baden-Württemberg untergebracht sind, entwickelt (bitte nach Jahren und Landkreisen sowie kreisfreien Städten aufschlüsseln)?

Antwort

Untergebrachte wohnungslose Personen am 31. Januar des Jahres nach Kreisen und kreisfreien Städten in Baden-Württemberg (2022 bis 2025).

Tabelle auf Seite 19, 20 · 47 Zeilen × 5 Spalten
Berichtsjahr20222023120242025
Insgesamt Baden-Württemberg35.90576.51092.67594.550
Stuttgart, Stadtkreis5.3507.5808.3008.040
Böblingen2.1203.9254.5304.670
Esslingen1.3304.7155.9857.040
Göppingen5951.0701.1651.365
Ludwigsburg2.0255.6156.6206.685
Rems-Murr-Kreis1.4203.6955.1104.710
Heilbronn, Stadtkreis654206560
Heilbronn5051.8952.8952.575
Hohenlohekreis105235315390
Schwäbisch Hall3908051.2501.305
Main-Tauber-Kreis145350425460
Heidenheim195490470675
Ostalbkreis6051.6651.6701.550
Baden-Baden, Stadtkreis6251.0101.1901.195
Karlsruhe, Stadtkreis8609101.0651.120
Karlsruhe1.8904.0255.1804.600
Rastatt4201.8752.1202.335
Heidelberg, Stadtkreis7009701.2901.310
Mannheim, Stadtkreis2101.170560785
Neckar-Odenwald-Kreis185335835770
Rhein-Neckar-Kreis1.3303.7654.3604.400
Pforzheim, Stadtkreis570850730705
Calw105525795865
Enzkreis3559601.7601.985
Freudenstadt40500580570
Freiburg im Breisgau, Stadtkreis7257252.7252.650
Breisgau-Hochschwarzwald7152.5202.4852.670
Emmendingen4501.7852.2151.980
Ortenaukreis1.3052.2452.4602.870
Rottweil225425545565
Schwarzwald-Baar-Kreis1257351.065830
Tuttlingen250575590630
Konstanz8452.0602.4552.625
Lörrach7801.4901.6152.105
Waldshut165345370370
Reutlingen1.9453.1303.6003.445
Tübingen1.6302.1202.4702.500
Zollernalbkreis175300495640
Ulm, Stadtkreis2051.2551.4401.175
Alb-Donau-Kreis3157951.2201.365
Biberach5901.0601.4051.380
Bodenseekreis1.8652.8303.0403.320
Ravensburg1.3702.5752.8402.920
Sigmaringen90190365345
1: 2023 wurden deutschlandweit 130.000 geflüchtete Personen aus der Ukraine untergebracht und in der Statistik erfasst. Hinzu kommen Verbesserungen bei der Datenmeldung. © Statistisches Bundesamt, 2025

Hinweis:

Die Statistik untergebrachter wohnungsloser Personen erfasst alle Personen in Deutschland, die am Stichtag 31. Januar eines jeden Jahres wegen Wohnungslosigkeit untergebracht sind. Dies umfasst Personen, die in Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfe, Kältehilfen, Bahnhofsmissionen, Hotels, Hostels, Pensionen, aber auch in Normalwohnraum untergebracht sind, soweit kein eigener Mietvertrag oder Ähnliches vorliegt. Außerdem werden in der Statistik geflüchtete Personen erfasst, die nach (positivem) Abschluss des Asylverfahrens nicht über einen eigenen Mietvertrag oder Ähnliches verfügen und wegen Wohnungslosigkeit als Fehlbeleger in den Flüchtlingsunterkünften verbleiben.

Nähere Informationen zu den Ergebnissen können Sie dem Qualitätsbericht entnehmen: www.destatis.de/DE/Methoden/Qualitaet/Qualitaetsberichte/Sozial es/wohnungslose-personen.pdf?__blob=publicationFile.