Gespräche der Bundesregierung mit Immobilienlobby und Interessensvertretungen von Mieterinnen und Mietern

Vorbemerkung der Fragesteller

Vorbemerkung der Fragesteller

In der Vergangenheit zeigten sich deutliche Ungleichgewichte der Lobbystärke und des Zugangs zu höchsten Ebenen der Bundesregierung von Immobilienkonzernen und der Interessenvertretung der Mieterinnen und Mieter (taz.de/Lobbyismus-und-Immobilienbranche/!5923695/).

Die Bundesregierung ist seit dem 6. Mai 2025 im Amt. Die Fragestellenden verfolgen mit dieser Kleinen Anfrage das Ziel, Transparenz über Lobbygespräche mit der Bundesregierung in ihrem ersten Jahr zu schaffen.

Text vor der ersten Frage

Den Ausführungen der Vorbemerkungen der Fragesteller stimmt die Bundesregierung in den darin enthaltenen Feststellungen oder dargestellten Sachverhalte nicht zu.

Frage 1 + 2 + 3 Seite 2

1Welche Gespräche führten Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung seit Amtsantritt am 6. Mai 2025 mit Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern der Immobilienlobby (gemeint sind große Wohnungskonzerne und Verbände der Wohnungswirtschaft, aber auch Immobilieninvestoren)?

2Welche Gespräche führten Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung seit Amtsantritt mit Interessensvertreterinnen und Interessenvertretern von Mieterinnen und Mietern?

3Mit welchen Bundesministerien fanden die Gespräche statt, und welche Ebene von Bundesregierung und Verwaltung führte die Gespräche jeweils?

Antwort

Die Fragen 1 bis 3 werden im Zusammenhang beantwortet.

Für die nachfolgend tabellarisch aufgeführten Angaben werden bilaterale Gespräche mit folgenden Verbänden der Wohnungswirtschaft bis zum Stichtag 24. Juni.2026 ausgewertet. Außerdem sind von der Bundesregierung veranlasste Veranstaltungen mit den genannten Verbänden berücksichtigt. Teilnahmen an externen Veranstaltungen, die nicht von der Bundesregierung veranlasst wurden, werden nicht berücksichtigt.

• Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e. V. (BFW)

• Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. (GdW)

• Zentraler Immobilien Ausschuss e. V. (ZIA)

• Immobilienverband Deutschland IVD Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen

• Verband der Immobilienverwalter Deutschland e. V. (VDIV)

• Haus & Grund Deutschland – Zentralverband der Deutschen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer e. V.

In Bezug auf „große Wohnungskonzerne“ werden hier Gespräche mit den folgenden zehn größten Wohnungskonzernen (nach Anzahl der Wohnungen laut Jones Lang LaSalle (JLL)–Wohnungsmarktbericht Deutschland 2020, S. 24; siehe dazu die Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 22 auf Bundestagsdrucksache 19/28193) ausgewertet. Gespräche mit kleineren und mittleren Wohnungsunternehmen, Genossenschaften und Stiftungen mit Wohnungsimmobilien werden nicht aufgeführt:

• Vonovia

• Deutsche Wohnen

• LEG Immobilien

• Vivawest Wohnen

• TAG Immobilien

• Grand City Property

• Adler Real Estate • BUWOG

• Covivio

• Wohnbau GmbH

Die in der Frage zusätzlich benannte Akteursgruppe der Immobilieninvestoren umfasst ein sehr breites Feld an möglichen Akteuren. Daher werden nur Gespräche mit den bereits genannten Akteuren aufgelistet.

Die Anzahl der Gespräche der Bundesministerinnen und Bundesminister, der Staatsministerinnen und Staatsminister, der Parlamentarischen Staatssekretärinnen und Staatssekretäre sowie Staatssekretärinnen und Staatssekretäre können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Tabelle 1: Gespräche mit Interessenvertreterinnen und -vertretern der Immobilienlobby

Tabelle auf Seite 3 · 18 Zeilen × 3 Spalten
RessortEbeneAnzahl Gespräche mit Interessenvertreterinnen und -vertretern der Immobilienlobby (große Wohnungskonzerne und Verbände der Wohnungswirtschaft)
Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und BauwesenBM3
BM + (P)St-Ebene4
(P)St-Ebene14
BundeskanzleramtChefBK1
(P)St-Ebene2
Bundesministerium der FinanzenMIN1
(P)St-Ebene11
StM2
Bundesministerium für Wirtschaft und EnergieBM1
(P)St-Ebene9
Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit(P)St-Ebene1
Bundesministerium der Justiz und für VerbraucherschutzBM1
BM + (P)St-Ebene1
(P)St-Ebene5
Bundesministerium der Verteidigung(P)St-Ebene1
Bundesministerium für Digitalisierung und StaatsmodernisierungBM1
Bundesministerium für Gesundheit(P)St-Ebene1
Bundesministerium für Verkehr(P)St-Ebene1

Für die nachfolgend tabellarisch aufgeführten Angaben werden bilaterale Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern von Mieterinnen und Mietern sowie anderen thematisch nahestehenden Vereinigungen und Verbänden ausgewertet. Außerdem sind von der Bundesregierung veranlasste Veranstaltungen mit entsprechenden Vertreterinnen und Vertretern aufgelistet. Teilnahmen an externen Veranstaltungen, die nicht von der Bundesregierung veranlasst wurden, werden nicht aufgeführt.

Die Anzahl der Gespräche der Bundesministerinnen und Bundesminister, der Staatsministerinnen und Staatsminister, der Parlamentarischen Staatssekretärinnen und Staatssekretäre sowie Staatssekretärinnen und Staatssekretäre können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Tabelle 2: Gespräche mit Interessenvertreterinnen und -vertretern der Mieterinnen und Mieter

Tabelle auf Seite 4 · 13 Zeilen × 3 Spalten
RessortEbeneAnzahl Gespräche Interessenvertreterinnen und -vertreter der Mieterinnen und Mieter sowie anderen thematisch nahestehender Vereinigungen und Verbände
Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und BauwesenBM1
BM + (P)St-Ebene2
(P)St-Ebene15
BundeskanzleramtChefBK1
StM3
Bundesministerium der FinanzenStM1
Bundesministerium des InnernBM3
Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare SicherheitBM1
(P)St-Ebene2
Bundesministerium der Justiz und für VerbraucherschutzBM3
BM + (P)St-Ebene1
(P)St-Ebene4
Bundesministerium für Digitalisierung und StaatsmodernisierungBM1
Frage 4 Seite 4

Welche der Treffen gehen auf Bündnisse, Kommissionen oder andere von der Bundesregierung ins Leben gerufene Runden zurück und welche auf Initiative der jeweiligen Interessenvertretung?

Antwort

Entsprechende Informationen werden nicht systematisch erfasst. Daher ist eine belastbare Aussage zu den jeweiligen Gesprächsinitiativen nicht möglich.

Frage 5 Seite 4

Welche Themen wurden jeweils bei den Treffen besprochen?

Antwort

Da Gesprächsinhalte nicht systematisch protokolliert werden, kann diese Frage nicht belastbar beantwortet werden.