Vorbemerkung der Fragesteller
Vorbemerkung der Fragesteller
Die Islamische Republik Iran gehört nach Einschätzung internationaler Beobachtungsstellen zu den Staaten mit den weltweit schwerwiegendsten Einschränkungen der Religionsfreiheit. Die U.S. Commission on International Religious Freedom (USCIRF) empfiehlt in ihrem Jahresbericht 2026 erneut, den Iran als „Country of Particular Concern“ (CPC) einzustufen (vgl. USCIRF Annual Report 2026, Iran Chapter).
Im Iran gilt der christliche Glaube den Behörden als gefährlicher westlicher Einfluss. Die größte und zugleich am stärksten verfolgte Gruppe unter den iranischen Christen sind Konvertiten, die sich vom Islam abgewandt haben; ihnen droht die Verurteilung wegen „Verbrechen gegen die nationale Sicherheit“, weil die Konversion vom Islam als verboten gilt. Die traditionellen armenischen und assyrischen Kirchen sind zwar staatlich anerkannt, ihre Mitglieder werden jedoch als Bürger zweiter Klasse behandelt. Open Doors führt den Iran im World Watch List 2026 auf Rang 10 mit einer Wertung von 87 von 100 Punkten (www.opendoors.de/christenverfolgung/weltverfolgungsinde x/laenderprofile/iran).
Nach der Eskalation des Konflikts zwischen dem Iran und Israel im Juni 2025 sowie der Tötung des bisherigen Obersten Führers Ali Khamenei im Februar 2026 im Zuge israelisch-amerikanischer Angriffe und der anschließenden Machtübernahme durch Mojtaba Khamenei berichten Menschenrechtsorganisationen von einer weiteren Verschärfung der Lage: Christliche Konvertiten werden von staatlichen Medien zunehmend öffentlich als Spione oder Kollaborateure bezeichnet. Allein im unmittelbaren Nachgang des Krieges seien mindestens 50 Christen festgenommen worden, zudem habe das Parlament ein neues Spionagegesetz verabschiedet, das die Todesstrafe für weit gefasste Tatbestände vorsieht (https://articleeighteen.com/reports/23620/). Der USCIRF-Jahresbericht 2026 dokumentiert für den Berichtszeitraum zudem mindestens 143 Festnahmen von Christen im Iran sowie mehrjährige, teils jahrzehntelange Haftstrafen gegen Konvertiten wegen ihrer religiösen Aktivität (vgl. US-CIRF Annual Report 2026, Iran Chapter).
Die Verfolgung im Iran hat sich zuletzt auch gegen traditionelle, staatlich registrierte Kirchen ausgeweitet: Am 4. Juni 2026 zerstörte die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) ein offizielles evangelisches Kirchengebäude in der nordostiranischen Stadt Maschhad. Am 10. Juni 2026 wurde die St.‑Nikolaus-Kirche in Teheran, die einzige legale russisch-orthodoxe Gemeinde des Landes, von Unbekannten überfallen. Am 3. Juli 2026 kündigte die IRGC zudem an, die evangelisch-presbyterianische St.-Peter-Kirche in Teheran – 1876 eingeweiht und Sitz der ältesten protestantischen Gemeinde des Irans – samt ihrem gesamten Vermögen zu beschlagnahmen. Den rund 20 auf dem Kirchengelände lebenden Gemeindefamilien droht laut Gemeindeleitung innerhalb von drei Wochen die Räumung oder Inhaftierung. Iran und die USA unterzeichneten am 17. Juni 2026 ein Rahmenabkommen zur schrittweisen Beendigung ihres Krieges, das u. a. eine gegenseitige Nichteinmischungsklausel in innere Angelegenheiten enthält. Ein ehemaliger Pastor der St.‑Peter-Gemeinde wertet die jüngsten Übergriffe als Folge dieses Abkommens: Das Regime scheine darin eine günstige Gelegenheit zu sehen, um gegen Kirchen vorzugehen, ohne internationale Kritik befürchten zu müssen; die Synode der iranischen Evangelischen Kirche teilt diese Einschätzung (www.opendoor s.de/nachrichten/aktuelle-meldungen/iran-verfolgung-weitet-sich-auf-tradition elle-kirchen-aus).
Die Kleine Anfrage dient für die Fragesteller der parlamentarischen Kontrolle, inwieweit die Bundesregierung diese Berichte kennt, sie in ihre Lageeinschätzung einbezieht und welche konkreten Maßnahmen sie im Rahmen der bilateralen Beziehungen, der Entwicklungszusammenarbeit und internationaler Foren ergreift, um die Religionsfreiheit und den Schutz christlicher sowie anderer religiöser Bevölkerungsgruppen im Iran zu fördern. Angesichts der diplomatischen Beziehungen zum Iran ist Transparenz über die Berücksichtigung religiöser Verfolgungslagen nach Auffassung der Fragesteller geboten.
Vorbemerkung der Bundesregierung
Die Verfolgung von Angehörigen anderer Religionsformen in Iran bleibt auf einem hohen Niveau. Das Regime hegt ein tiefes Misstrauen gegenüber Anhängern anderer Religionen, die es u. a. für Proteste verantwortlich macht. Insbesondere Bahá’í und konvertierte Christen sowie Mitglieder der sunnitischen Minderheit werden häufig unter dem Vorwurf der Spionage festgenommen. Ebenso gingen iranische Sicherheitskräfte in den von ethnisch-religiösen Gruppierungen bewohnten Provinzen besonders gewaltsam gegen Protestierende vor.
Zur Bewertung der Lage religiöser Minderheiten in Iran zieht die Bundesregierung verschiedene Berichte und Erkenntnisquellen heran. Neben regelmäßigen Gesprächen mit Vertretern religiöser Gruppen zählen hierzu unter anderem Berichte und regelmäßige Veröffentlichungen der Organe der Vereinten Nationen (VN), der Europäischen Union (EU) und verschiedener Nichtregierungsorganisationen. Auch Berichte christlicher Hilfsorganisationen finden Beachtung.
Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung gegebenenfalls über die aktuelle Sicherheitslage von Christen und anderen religiösen Minderheiten im Iran vor, insbesondere seit 2023?
Die Lage christlicher Gemeinden wird im Rahmen der allgemeinen Lagebeobachtung verfolgt. Auf die Vorbemerkung der Bundesregierung wird verwiesen.
In welchem Umfang sind nach Kenntnis der Bundesregierung Christen im Iran Opfer von Verhaftungen, Verurteilungen oder anderen staatlichen Repressionsmaßnahmen wegen ihres Glaubens (bitte nach Jahren von 2023 bis 2026, Land sowie Art der Repression differenzieren)?
Dazu liegen der Bundesregierung keine eigenen Erkenntnisse vor. Auf öffentlich zugängliche Berichte von Nichtregierungsorganisationen wird verwiesen.
Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung gegebenenfalls über die besondere rechtliche und gesellschaftliche Lage von Konvertiten muslimischer Herkunft im Iran?
Im iranischen Strafgesetzbuch ist Apostasie nicht kodifiziert. Verurteilungen von Konvertiten erfolgen häufig wegen anderer Delikte („Handlungen gegen die nationale Sicherheit“, „Propaganda gegen den Staat“). Konvertiten muslimischer Herkunft und Mitglieder insbesondere protestantischer Freikirchen werden in ihrer Religionsfreiheit massiv eingeschränkt. Jegliche missionarische Tätigkeit ist untersagt und kann Verurteilung bis hin zur Todesstrafe nach sich ziehen. Christliche Gemeinden, die Konvertiten aufnehmen, müssen mit Konsequenzen rechnen (z. B. Schließung), wenn die Existenz von Konvertiten in der Gemeinde öffentlich bekannt wird.
Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung gegebenenfalls über die strafrechtliche Verfolgung christlicher Konvertiten im Iran, insbesondere im Hinblick auf die Neufassung der Artikel 499 und 500 des iranischen Strafgesetzbuchs sowie das neu erlassene Spionagegesetz?
Die in der Fragestellung genannten Bestimmungen können gegen christliche Konvertiten und andere religiöse Minderheiten (insbesondere Bahá’í) eingesetzt werden. Die Formulierungen sind weit und vage und ermöglichen Anklagen z. B. wegen „Propaganda gegen den Staat“.
Hat sich die Bundesregierung zu dem möglichen Zusammenhang zwischen dem am 17. Juni 2026 unterzeichneten Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA zur schrittweisen Beendigung ihres Krieges – insbesondere zu der darin enthaltenen gegenseitigen Nichteinmischungsklausel – und der seither berichteten Zunahme staatlicher Übergriffe auf christliche Kirchen im Iran (vgl. Open Doors Deutschland, Meldungen vom Juni bzw. Juli 2026) eine eigene Auffassung gebildet, wenn ja, welche, und sieht sie hierin gegebenenfalls – wie u. a. von einem iranischen Partner von Open Doors sowie von Amnesty International Schweiz geäußert (vgl. pro-medienmagazin.de, 20. Juni 2026; bluewin.ch, 25. Juni 2026) – das Risiko, dass dieses Abkommen die internationale Durchsetzung der Religionsfreiheit erschweren könnte?
Die Bundesregierung hat keine eigenen Erkenntnisse dazu, ob ein Zusammenhang im Sinne der Fragestellung besteht.
Hat sich die Bundesregierung eine eigene Auffassung gebildet zur Entwicklung der Lage religiöser Minderheiten im Iran im Kontext der Tötung des bisherigen Obersten Führers Ali Khamenei im Februar 2026 und der Machtübernahme durch Mojtaba Khamenei, und wenn ja, wie lautet diese?
Die Bundesregierung hat keine eigenen Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung.
Welche internationalen Berichte (z. B. von USCIRF, Open Doors, Human Rights Watch, Armed Conflict Location & Event Data [ACLED], Kirche in Not, International Crisis Group) zieht die Bundesregierung gegebenenfalls zur Bewertung der Lage religiöser Minderheiten im Iran heran?
Auf die Vorbemerkung der Bundesregierung wird verwiesen.
Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung im Rahmen ihrer bilateralen Beziehungen zum Iran gegebenenfalls, um auf die Einhaltung der Religionsfreiheit hinzuwirken?
Die Bundesregierung setzt sich gegenüber Iran für die Achtung der Menschenrechte sowie die Wahrung der Religions- und Weltanschauungsfreiheit ein. Auf die Antwort zu Frage 9 wird verwiesen.
In welcher Form engagiert sich die Bundesregierung gegebenenfalls im Rahmen internationaler Organisationen (z. B. Vereinte Nationen, Europäische Union) oder in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern für den Schutz religiöser Minderheiten im Iran?
Die Bundesregierung verfolgt die Lage von bedrängten Religionsgemeinschaften weltweit aufmerksam und führt dazu regelmäßig Gespräche im In- und Ausland, beispielsweise auf Ebene des Beauftragten der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit. Zusätzlich zu bilateralen Bemühungen engagiert sich das Auswärtige Amt regelmäßig in einschlägigen multilateralen Foren, wie zum Beispiel in der Internationalen Kontaktgruppe für Religions- und Weltanschauungsfreiheit und im Rahmen der Internationalen Allianz für Religions- und Weltanschauungsfreiheit. Innerhalb des VN-Rahmens unterstützt die Bundesregierung die einschlägigen Aktivitäten zum Schutz religiöser Minderheiten einschließlich der Arbeit der VN-Sonderberichterstatterin für Religions- und Weltanschauungsfreiheit. Die Bundesregierung hat sich im Rahmen des VN-Menschenrechtsrats in einer Sondersitzung dafür eingesetzt, das Mandat der unabhängigen „Fact-Finding Mission on the Islamic Republic of Iran“ sowie das Mandat der VN-Sonderberichterstatterin zu Iran zu verlängern. Die Bundesregierung verfolgt dabei einen inklusiven Ansatz, der allen Bevölkerungsgruppen unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit zugutekommt. Darüber hinaus steht die deutsche Auslandsvertretung vor Ort in regelmäßigem Austausch mit Vertretern der zuständigen internationalen Stellen.
Welche humanitären Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung kommen derzeit gegebenenfalls auch christlichen und anderen religiösen Gemeinden oder Organisationen im Iran zugute (bitte nach Land, Haushaltstitel, Projekt- bzw. Vorhabentitel, Förderzeitraum, Zuwendungssumme sowie Durchführungs- und Trägerorganisation aufschlüsseln)?
Die humanitäre Hilfe der Bundesregierung richtet sich nach humanitären Grundsätzen und erfolgt grundsätzlich bedarfsorientiert sowie unabhängig von Religions- oder Konfessionszugehörigkeit der Begünstigten. Sie kommt daher grundsätzlich allen schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen zugute, einschließlich Angehörigen christlicher Gemeinden.
Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung gegebenenfalls, die Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen gegen religiöse Minderheiten im Iran zu verbessern?
Auf die Antwort von Frage 9 wird verwiesen.
Mit der Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen sind sowohl VN-Institutionen als auch Nichtregierungsorganisationen befasst.
Erkennt die Bundesregierung die Fähigkeit und den politischen Willen der Regierung in Teheran, religiöse Minderheiten wirksam vor Angriffen zu schützen?
Nach Erkenntnissen der Bundesregierung gehen Angriffe auf religiöse Minderheiten bzw. die Beschneidung ihrer Rechte in der Regel von der iranischen Regierung aus oder sie werden von der Regierung toleriert.
Inwieweit macht die Bundesregierung die Gewährung von Entwicklungszusammenarbeit oder diplomatischer bzw. sicherheitspolitischer Kooperation mit dem Iran gegebenenfalls von Fortschritten beim Schutz religiöser Minderheiten abhängig?
Es findet keine Kooperation mit Iran im Sinne der Fragestellung statt.
Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung gegebenenfalls über aktuelle Fluchtbewegungen christlicher und anderer religiöser Minderheiten aus dem Iran nach Deutschland oder in Nachbarstaaten vor?
Die Bundesregierung verfolgt die Entwicklung von Migrationsbewegungen im Nahen und Mittleren Osten sehr genau und arbeitet dabei mit internationalen Organisationen (UNHCR, IOM) und den Partnern in der Europäischen Union eng zusammen. Derzeit werden keine verstärkten Fluchtbewegungen aus der Region in Richtung Europa beobachtet.
15Verfügt die Bundesregierung über Erkenntnisse zu
15ader Anzahl der Asylbewerber aus dem Iran seit 2017 (bitte nach Jahren und Herkunftsland aufschlüsseln),
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
| Jahr | Asylanträge von Personen mit iranischer Staatsangehörigkeit |
|---|---|
| 2017 | 9 186 |
| 2018 | 11 846 |
| 2019 | 9 498 |
| 2020 | 4 009 |
| 2021 | 3 670 |
| 2022 | 7 350 |
| 2023 | 10 206 |
| 2024 | 5 817 |
| 2025 | 2 873 |
| Januar bis Juni 2026 | 1 208 |
der Religionszugehörigkeit der Asylbewerber aus dem Iran seit 2017,
Die Angaben zu Religionszugehörigkeiten beruhen auf freiwilligen Angaben der Asylsuchenden während des Asylverfahrens und können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
| Asylanträge von Antragstellern mit iranischer Staatsangehörigkeit nach Religionszugehörigkeit im Jahr 2017 | |
|---|---|
| Religionen gesamt | 9 186 |
| Christentum | 5 127 |
| Islam | 2 369 |
| Konfessionslos | 1 301 |
| Sonstige | 80 |
| Unbekannt | 309 |
| Asylanträge von Antragstellern mit iranischer Staatsangehörigkeit nach Religionszugehörigkeit im Jahr 2018 | |
|---|---|
| Religionen gesamt | 11 846 |
| Christentum | 5 454 |
| Islam | 3 196 |
| Konfessionslos | 2 525 |
| Sonstige | 132 |
| Unbekannt | 539 |
| Asylanträge von Antragstellern mit iranischer Staatsangehörigkeit nach Religionszugehörigkeit im Jahr 2019 | |
|---|---|
| Religionen gesamt | 9 498 |
| Christentum | 3 667 |
| Islam | 2 927 |
| Konfessionslos | 2 222 |
| Sonstige | 154 |
| Unbekannt | 528 |
| Asylanträge von Antragstellern mit iranischer Staatsangehörigkeit nach Religionszugehörigkeit im Jahr 2020 | |
|---|---|
| Religionen gesamt | 4 009 |
| Christentum | 1 481 |
| Islam | 1 180 |
| Konfessionslos | 812 |
| Sonstige | 36 |
| Unbekannt | 500 |
| Asylanträge von Antragstellern mit iranischer Staatsangehörigkeit nach Religionszugehörigkeit im Jahr 2021 | |
|---|---|
| Religionen gesamt | 3 670 |
| Christentum | 1 418 |
| Islam | 1 077 |
| Konfessionslos | 698 |
| Sonstige | 77 |
| Unbekannt | 400 |
| Asylanträge von Antragstellern mit iranischer Staatsangehörigkeit nach Religionszugehörigkeit im Jahr 2022 | |
|---|---|
| Religionen gesamt | 7 350 |
| Christentum | 2 338 |
| Islam | 2 408 |
| Konfessionslos | 1 953 |
| Sonstige | 96 |
| Unbekannt | 555 |
| Asylanträge von Antragstellern mit iranischer Staatsangehörigkeit nach Religionszugehörigkeit im Jahr 2023 | |
|---|---|
| Religionen gesamt | 10 206 |
| Christentum | 2 088 |
| Islam | 3 772 |
| Konfessionslos | 3 616 |
| Sonstige | 142 |
| Unbekannt | 588 |
| Asylanträge von Antragstellern mit iranischer Staatsangehörigkeit nach Religionszugehörigkeit im Jahr 2024 | |
|---|---|
| Religionen gesamt | 5 817 |
| Christentum | 1 449 |
| Islam | 1 793 |
| Konfessionslos | 2 082 |
| Sonstige | 107 |
| Unbekannt | 386 |
| Asylanträge von Antragstellern mit iranischer Staatsangehörigkeit nach Religionszugehörigkeit im Jahr 2025 | |
|---|---|
| Religionen gesamt | 2 873 |
| Christentum | 849 |
| Islam | 848 |
| Konfessionslos | 903 |
| Sonstige | 44 |
| Unbekannt | 229 |
| Asylanträge von Antragstellern mit iranischer Staatsangehörigkeit nach Religionszugehörigkeit im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2026 | |
|---|---|
| Religionen gesamt | 1 208 |
| Christentum | 301 |
| Islam | 399 |
| Konfessionslos | 417 |
| Sonstige | 21 |
| Unbekannt | 70 |
der Geschlechts- und Altersstruktur der Asylbewerber aus dem Iran seit 2017 (bitte jeweils gemäß der Fragestellung aufschlüsseln),
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
| Antragsteller mit iranischer Staatsangehörigkeit im Jahr 2017 | Asylanträge gesamt | männlich | weiblich |
|---|---|---|---|
| bis unter 4 Jahre | 977 | 503 | 474 |
| von 4 bis unter 6 Jahre | 192 | 110 | 82 |
| von 6 bis unter 11 Jahre | 483 | 260 | 223 |
| von 11 bis unter 16 Jahre | 441 | 238 | 203 |
| von 16 bis unter 18 Jahre | 236 | 149 | 87 |
| von 18 bis unter 25 Jahre | 851 | 556 | 295 |
| von 25 bis unter 30 Jahre | 1 427 | 960 | 467 |
| von 30 bis unter 35 Jahre | 1 799 | 1 063 | 736 |
| von 35 bis unter 40 Jahre | 1 300 | 729 | 571 |
| von 40 bis unter 45 Jahre | 634 | 371 | 263 |
| von 45 bis unter 50 Jahre | 398 | 245 | 153 |
| von 50 bis unter 55 Jahre | 206 | 106 | 100 |
| von 55 bis unter 60 Jahre | 122 | 69 | 53 |
| von 60 bis unter 65 Jahre | 55 | 25 | 30 |
| 65 Jahre und älter | 65 | 33 | 32 |
| Summe | 9 186 | 5 417 | 3 769 |
| Antragsteller mit iranischer Staatsangehörigkeit im Jahr 2018 | Asylanträge gesamt | männlich | weiblich |
|---|---|---|---|
| bis unter 4 Jahre | 1 053 | 523 | 530 |
| von 4 bis unter 6 Jahre | 243 | 122 | 121 |
| von 6 bis unter 11 Jahre | 607 | 310 | 297 |
| von 11 bis unter 16 Jahre | 521 | 275 | 246 |
| von 16 bis unter 18 Jahre | 313 | 201 | 112 |
| von 18 bis unter 25 Jahre | 1 050 | 667 | 383 |
| von 25 bis unter 30 Jahre | 1 872 | 1 242 | 630 |
| von 30 bis unter 35 Jahre | 2 356 | 1 506 | 850 |
| von 35 bis unter 40 Jahre | 1 734 | 991 | 743 |
| von 40 bis unter 45 Jahre | 884 | 524 | 360 |
| von 45 bis unter 50 Jahre | 553 | 314 | 239 |
| von 50 bis unter 55 Jahre | 329 | 189 | 140 |
| von 55 bis unter 60 Jahre | 160 | 83 | 77 |
| von 60 bis unter 65 Jahre | 80 | 34 | 46 |
| 65 Jahre und älter | 91 | 40 | 51 |
| Summe | 11 846 | 7.021 | 4 825 |
| Antragsteller mit iranischer Staatsangehörigkeit im Jahr 2019 | Asylanträge gesamt | männlich | weiblich |
|---|---|---|---|
| bis unter 4 Jahre | 992 | 482 | 510 |
| von 4 bis unter 6 Jahre | 194 | 86 | 108 |
| von 6 bis unter 11 Jahre | 525 | 280 | 245 |
| von 11 bis unter 16 Jahre | 468 | 262 | 206 |
| von 16 bis unter 18 Jahre | 281 | 189 | 92 |
| von 18 bis unter 25 Jahre | 776 | 477 | 299 |
| von 25 bis unter 30 Jahre | 1 251 | 801 | 450 |
| von 30 bis unter 35 Jahre | 1 712 | 1 027 | 685 |
| von 35 bis unter 40 Jahre | 1 473 | 858 | 615 |
| von 40 bis unter 45 Jahre | 751 | 411 | 340 |
| von 45 bis unter 50 Jahre | 469 | 279 | 190 |
| von 50 bis unter 55 Jahre | 309 | 183 | 126 |
| von 55 bis unter 60 Jahre | 145 | 76 | 69 |
| von 60 bis unter 65 Jahre | 81 | 44 | 37 |
| 65 Jahre und älter | 71 | 32 | 39 |
| Summe | 9 498 | 5 487 | 4 011 |
| Antragsteller mit iranischer Staatsangehörigkeit im Jahr 2020 | Asylanträge gesamt | männlich | weiblich |
|---|---|---|---|
| bis unter 4 Jahre | 718 | 354 | 364 |
| von 4 bis unter 6 Jahre | 88 | 51 | 37 |
| von 6 bis unter 11 Jahre | 171 | 102 | 69 |
| von 11 bis unter 16 Jahre | 165 | 85 | 80 |
| von 16 bis unter 18 Jahre | 77 | 52 | 25 |
| von 18 bis unter 25 Jahre | 328 | 213 | 115 |
| von 25 bis unter 30 Jahre | 429 | 290 | 139 |
| von 30 bis unter 35 Jahre | 639 | 419 | 220 |
| von 35 bis unter 40 Jahre | 618 | 363 | 255 |
| von 40 bis unter 45 Jahre | 302 | 196 | 106 |
| von 45 bis unter 50 Jahre | 190 | 113 | 77 |
| von 50 bis unter 55 Jahre | 112 | 68 | 44 |
| von 55 bis unter 60 Jahre | 66 | 29 | 37 |
| von 60 bis unter 65 Jahre | 51 | 28 | 23 |
| 65 Jahre und älter | 55 | 21 | 34 |
| Summe | 4 009 | 2 384 | 1 625 |
| Antragsteller mit iranischer Staatsangehörigkeit im Jahr 2021 | Asylanträge gesamt | männlich | weiblich |
|---|---|---|---|
| bis unter 4 Jahre | 680 | 324 | 356 |
| von 4 bis unter 6 Jahre | 87 | 35 | 52 |
| von 6 bis unter 11 Jahre | 157 | 90 | 67 |
| von 11 bis unter 16 Jahre | 153 | 92 | 61 |
| von 16 bis unter 18 Jahre | 94 | 68 | 26 |
| von 18 bis unter 25 Jahre | 295 | 218 | 77 |
| von 25 bis unter 30 Jahre | 396 | 280 | 116 |
| von 30 bis unter 35 Jahre | 596 | 418 | 178 |
| von 35 bis unter 40 Jahre | 540 | 351 | 189 |
| von 40 bis unter 45 Jahre | 327 | 211 | 116 |
| von 45 bis unter 50 Jahre | 136 | 91 | 45 |
| von 50 bis unter 55 Jahre | 82 | 46 | 36 |
| von 55 bis unter 60 Jahre | 51 | 26 | 25 |
| von 60 bis unter 65 Jahre | 39 | 17 | 22 |
| 65 Jahre und älter | 37 | 23 | 14 |
| Summe | 3 670 | 2 290 | 1 380 |
| Antragsteller mit iranischer Staatsangehörigkeit im Jahr 2022 | Asylanträge gesamt | männlich | weiblich |
|---|---|---|---|
| bis unter 4 Jahre | 618 | 312 | 306 |
| von 4 bis unter 6 Jahre | 177 | 93 | 84 |
| von 6 bis unter 11 Jahre | 425 | 234 | 191 |
| von 11 bis unter 16 Jahre | 389 | 203 | 186 |
| von 16 bis unter 18 Jahre | 232 | 149 | 83 |
| von 18 bis unter 25 Jahre | 601 | 429 | 172 |
| von 25 bis unter 30 Jahre | 773 | 533 | 240 |
| von 30 bis unter 35 Jahre | 1 172 | 768 | 404 |
| von 35 bis unter 40 Jahre | 1 186 | 751 | 435 |
| von 40 bis unter 45 Jahre | 842 | 511 | 331 |
| von 45 bis unter 50 Jahre | 419 | 246 | 173 |
| von 50 bis unter 55 Jahre | 247 | 144 | 103 |
| von 55 bis unter 60 Jahre | 116 | 79 | 37 |
| von 60 bis unter 65 Jahre | 69 | 35 | 34 |
| 65 Jahre und älter | 84 | 32 | 52 |
| Summe | 7 350 | 4 519 | 2 831 |
| Antragsteller mit iranischer Staatsangehörigkeit im Jahr 2023 | Asylanträge gesamt | männlich | weiblich |
|---|---|---|---|
| bis unter 4 Jahre | 603 | 301 | 302 |
| von 4 bis unter 6 Jahre | 206 | 117 | 89 |
| von 6 bis unter 11 Jahre | 528 | 281 | 247 |
| von 11 bis unter 16 Jahre | 533 | 301 | 232 |
| von 16 bis unter 18 Jahre | 295 | 200 | 95 |
| von 18 bis unter 25 Jahre | 1 058 | 739 | 319 |
| von 25 bis unter 30 Jahre | 1 042 | 723 | 319 |
| von 30 bis unter 35 Jahre | 1 686 | 1 080 | 606 |
| von 35 bis unter 40 Jahre | 1 783 | 1 033 | 750 |
| von 40 bis unter 45 Jahre | 1 199 | 696 | 503 |
| von 45 bis unter 50 Jahre | 553 | 342 | 211 |
| von 50 bis unter 55 Jahre | 299 | 156 | 143 |
| von 55 bis unter 60 Jahre | 183 | 91 | 92 |
| von 60 bis unter 65 Jahre | 93 | 38 | 55 |
| 65 Jahre und älter | 145 | 57 | 88 |
| Summe | 10 206 | 6 155 | 4 051 |
| Antragsteller mit iranischer Staatsangehörigkeit im Jahr 2024 | Asylanträge gesamt | männlich | weiblich |
|---|---|---|---|
| bis unter 4 Jahre | 451 | 210 | 241 |
| von 4 bis unter 6 Jahre | 78 | 44 | 34 |
| von 6 bis unter 11 Jahre | 279 | 142 | 137 |
| von 11 bis unter 16 Jahre | 290 | 149 | 141 |
| von 16 bis unter 18 Jahre | 172 | 115 | 57 |
| von 18 bis unter 25 Jahre | 640 | 454 | 186 |
| von 25 bis unter 30 Jahre | 612 | 439 | 173 |
| von 30 bis unter 35 Jahre | 822 | 539 | 283 |
| von 35 bis unter 40 Jahre | 938 | 564 | 374 |
| von 40 bis unter 45 Jahre | 690 | 394 | 296 |
| von 45 bis unter 50 Jahre | 361 | 210 | 151 |
| von 50 bis unter 55 Jahre | 188 | 104 | 84 |
| von 55 bis unter 60 Jahre | 120 | 71 | 49 |
| von 60 bis unter 65 Jahre | 70 | 25 | 45 |
| 65 Jahre und älter | 106 | 44 | 62 |
| Summe | 5 817 | 3 504 | 2 313 |
| Antragsteller mit iranischer Staatsangehörigkeit im Jahr 2025 | Asylanträge gesamt | männlich | weiblich |
|---|---|---|---|
| bis unter 4 Jahre | 314 | 154 | 160 |
| von 4 bis unter 6 Jahre | 43 | 18 | 25 |
| von 6 bis unter 11 Jahre | 139 | 69 | 70 |
| von 11 bis unter 16 Jahre | 165 | 93 | 72 |
| von 16 bis unter 18 Jahre | 92 | 62 | 30 |
| von 18 bis unter 25 Jahre | 252 | 155 | 97 |
| von 25 bis unter 30 Jahre | 247 | 153 | 94 |
| von 30 bis unter 35 Jahre | 369 | 246 | 123 |
| von 35 bis unter 40 Jahre | 425 | 225 | 200 |
| von 40 bis unter 45 Jahre | 355 | 195 | 160 |
| von 45 bis unter 50 Jahre | 189 | 115 | 74 |
| von 50 bis unter 55 Jahre | 100 | 60 | 40 |
| von 55 bis unter 60 Jahre | 67 | 32 | 35 |
| von 60 bis unter 65 Jahre | 43 | 21 | 22 |
| 65 Jahre und älter | 73 | 24 | 49 |
| Summe | 2 873 | 1 622 | 1 251 |
| Antragsteller mit iranischer Staatsangehörigkeit im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2026 | Asylanträge gesamt | männlich | weiblich |
|---|---|---|---|
| bis unter 4 Jahre | 113 | 63 | 50 |
| von 4 bis unter 6 Jahre | 25 | 15 | 10 |
| von 6 bis unter 11 Jahre | 62 | 33 | 29 |
| von 11 bis unter 16 Jahre | 61 | 39 | 22 |
| von 16 bis unter 18 Jahre | 30 | 19 | 11 |
| von 18 bis unter 25 Jahre | 104 | 70 | 34 |
| von 25 bis unter 30 Jahre | 137 | 80 | 57 |
| von 30 bis unter 35 Jahre | 131 | 76 | 55 |
| von 35 bis unter 40 Jahre | 168 | 106 | 62 |
| von 40 bis unter 45 Jahre | 130 | 74 | 56 |
| von 45 bis unter 50 Jahre | 86 | 48 | 38 |
| von 50 bis unter 55 Jahre | 50 | 29 | 21 |
| von 55 bis unter 60 Jahre | 43 | 25 | 18 |
| von 60 bis unter 65 Jahre | 24 | 10 | 14 |
| 65 Jahre und älter | 44 | 20 | 24 |
| Summe | 1 208 | 707 | 501 |
der statistischen Erfassung der Anzahl somalischer Asylbewerber seit 2017, die „religiöse Verfolgung“ als Fluchtgrund nannten (bitte nach Jahren aufschlüsseln), und
Der Bundesregierung liegen hierzu keine Erkenntnisse vor. Gründe für das Stellen von Asylanträgen werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge statistisch nicht erfasst.
der Rückführungsquote der Asylbewerber aus dem Iran seit 2017 (bitte nach Herkunftsland, Religionszugehörigkeit und Jahren aufschlüsseln)?
Der Bundesregierung liegen keine Daten von Asylbewerbern im Zusammenhang mit dem Vollzug einer Rückführung vor. Es wird darauf hingewiesen, dass ausländischen Staatsangehörigen zur Durchführung des Asylverfahrens der Aufenthalt im Bundesgebiet im Rahmen der in § 55 Absatz 1 des Asylgesetzes genannten Voraussetzungen gestattet ist. Zuständig für aufenthaltsbeendende Maßnahmen sind die Länder.