Bürgerschaftliches Engagement von Seniorinnen und Senioren

Drucksache 21/2414Antwortauf die Kleine Anfrage 21/214924.10.202533 Seiten31 FragenFraktion Die LinkeBundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und JugendGesellschaftspolitik, soziale Gruppen1 Anlage als PDF
Vorbemerkung der Fragesteller

Vorbemerkung der Fragesteller

Mit ihrer Engagementstrategie hat die vorherige Bundesregierung unter anderem die Vielfalt des Alters und die Situation hochbetagter Menschen in den Blick genommen, um es gerade benachteiligten und älteren Personen dauerhaft leichter zu machen, sich freiwillig zu engagieren.

Der Neunte Altersbericht der Bundesregierung hebt überdies hervor, dass die Förderung des Engagements „nicht allein das freiwillige Engagement lebenslang Engagierter in den Blick nehmen, sondern auch die Gestaltung des Neubeginns freiwilligen Engagements im (hohen) Alter“ berücksichtigen sollte (Neunter Altersbericht, S. 93). Die rund 600 000 Organisationen der Zivilgesellschaft seien gefordert, älteren Menschen mehr Gelegenheiten für Engagement zu bieten, sich der Vielfalt des Alters zu öffnen und gegebenenfalls Schutzmaßnahmen gegen Altersdiskriminierung zu ergreifen.

In den letzten Jahren haben sich zahlreiche neue Engagementmöglichkeiten für Seniorinnen und Senioren entwickelt – von generationenübergreifenden Projekten über ehrenamtliche Pflegetätigkeiten bis hin zu Austauschprogrammen mit Au-pair-Charakter. Eine hohe Beteiligung älterer Menschen am freiwilligen Engagement kann Einsamkeit vorbeugen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Der Wunsch, sich einzubringen, bleibt bei vielen Menschen bis ins hohe Alter erhalten. Freiwilliges Engagement sollte gleichzeitig jedoch nicht reguläre Arbeitsplätze ersetzen oder als notwendige Einkommensquelle – bzw. Aufstockquelle – dienen müssen.

Laut Neuntem Altersbericht (S. 92) bestehen überdies geschlechterspezifische Ungleichheiten beim Engagement besonders verstärkt in der Altersgruppe der Hochaltrigen, die die Hürden für den Zugang zum Ehrenamt insbesondere für Frauen erschweren, weil sie statistisch gesehen deutlich häufiger Sorgearbeit übernehmen.

Der sechste Freiwilligensurvey aus dem Jahr 2024 könnte zusätzliche Informationen über das Engagement älterer Menschen liefern, ist bis dato jedoch unveröffentlicht.

Vor diesem Hintergrund ist es nach Ansicht der Fragestellerinnen und Fragesteller von großer Bedeutung, einen aktuellen Überblick über die Datenlage, bestehende Fördermaßnahmen und geplante Initiativen der Bundesregierung zu erhalten, die geeignet sind, die Bedingungen für bürgerschaftliches Engagement älterer Menschen zu verbessern – insbesondere im Hinblick auf den Zugang, den Schutz vor Diskriminierung und die Förderung von intergenerationellen Projekten.

Frage 1 + 2 + 3 + 3a Seite 2

1In welchen Bereichen engagieren sich nach Kenntnis der Bundesregierung wie viele Seniorinnen und Senioren aktuell (bitte nach absoluten Zahlen, nach Altersspanne von 55 bis 65 Jahren und ab 65 Jahren getrennt, Geschlecht, Ort, Art der Tätigkeit, Name des Verbandes bzw. des Trägers etc. aufschlüsseln)?

2Wie viele Stunden engagieren sich nach Kenntnis der Bundesregierung Seniorinnen und Senioren seit 2015 ehrenamtlich (bitte nach Jahren, Altersgruppen, Ort, Geschlecht, Art der Tätigkeit, insgesamt und im Durchschnitt aufschlüsseln)?

3Welche Veränderungen gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung bei den von Seniorinnen und Senioren geleisteten Engagementstunden seit 2015?

3aWie erklärt sich die Bundesregierung die beobachteten Entwicklungen, und welche Schlüsse zieht sie daraus?

Antwort

Die Fragen 1 bis 3a werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet.

Die Veröffentlichung des Kurzberichtes mit den zentralen Ergebnissen des Sechsten Deutschen Freiwilligensurveys (FWS) 2024 wird bis zum Jahresende 2025 erfolgen. Bei der Beantwortung wird auf die vorliegenden Daten aus dem Fünften Deutschen Freiwilligensurveys (2019, veröffentlicht im März 2021) zurückgegriffen. Der Hauptbericht des Fünften FWS ist unter folgendem Link abrufbar: https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-35317-9.

Im Jahr 2019 engagierten sich 28,8 Millionen Menschen freiwillig. Das sind 39,7 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren in Deutschland. 40,6 Prozent der Personen im Alter zwischen 50 und 64 Jahren engagieren sich freiwillig. Bei den ab 65-Jährigen liegt der Anteil noch bei 31,2 Prozent.

Im Rahmen der Erhebung des FWS werden die Bereiche (z. B. Alter, Geschlecht) als Mehrfachnennungen erhoben. Eine Person kann mehrere Bereiche angeben, daher stellen Summen zu Bereichen keine Personenzahlen dar. Es können somit prozentuale Anteile je Bereich (nach Alter/Geschlecht) angegeben werden.

Die Altersgruppe der 50 bis 64-Jährigen engagiert sich überproportional u. a. im sozialen Bereich (rund 10 Prozent), in Kirche/Religion (ca. 7 Prozent), für die Gesundheit (rund 2 bis 3 Prozent) und in der beruflichen Interessenvertretung (ca. 2 bis 3 Prozent). Niedriger fällt dieses gegenüber jüngeren Personengruppen in den Bereichen Schule/Kindergarten (rund 5 Prozent) und Sport aus.

Ähnlich verhält es sich bei Personen ab 65 Jahre mit relativ hohen Anteilen im sozialen Bereich (10,2 Prozent), in Kirche/Religion (7,4 Prozent) und Gesundheit (2,4 Prozent). Dagegen sind vergleichsweise niedrige Anteile in den Bereichen Sport/Bewegung (8,1 Prozent) und Unfall-/Rettungsdienst (0,5 Prozent) zu verzeichnen.

Auf Grundlage des Deutschen Freiwilligensurveys 2019, ergänzt um die Bevölkerungszahlen des Statistischen Bundesamts 2019 (Personen im Alter von 55 bis 64 Jahren: 12,9 Millionen Personen bzw. im Alter von 65+ Jahren: 18,1 Millionen Personen) können im Hinblick auf die wichtigsten Bereiche des Engagements, getrennt nach Altersgruppe (55 bis 64 und 65+) und Geschlecht folgende Zahlen hochgerechnet werden.

Tabelle auf Seite 3 · 11 Zeilen × 6 Spalten
Bereich/ Art der TätigkeitAnteil 55 bis 64 Jahreca. Personen (55 bis 64 Jahre)Anteil 65+ Jahreca. Personen (65+ Jahre)Geschlechtertendenz
Sport & Bewegung10 Prozent≈ 1,29 Mio.8 Prozent≈ 1,45 Mio.eher Männer
Kultur & Musik8 Prozent≈ 1,03 Mio.7 Prozent≈ 1,27 Mio.ausgeglichen
Soziales/Betreuung/Hilfe10 Prozent≈ 1,29 Mio.10 Prozent≈ 1,81 Mio.eher Frauen
Kirche/Religion7 Prozent≈ 0,90 Mio.7 Prozent≈ 1,27 Mio.deutlich mehr Frauen
Schule/ Kindergarten/ Bildung5 Prozent≈ 0,65 Mio.3 Prozent≈ 0,54 Mio.eher Frauen
Gesundheit/ Hospiz2 Prozent≈ 0,26 Mio.2,5 Prozent≈ 0,45 Mio.eher Frauen
Umwelt/Natur/ Tierschutz4 Prozent≈ 0,52 Mio.4 Prozent≈ 0,72 Mio.ausgeglichen
Freizeit & Geselligkeit (z. B. Vereine, Seniorenklubs)6 Prozent≈ 0,77 Mio.6 Prozent≈ 1,08 Mio.ausgeglichen
Politik/ Interessenvertretung3 Prozent≈ 0,39 Mio.2,5 Prozent≈ 0,45 Mio.eher Männer
Feuerwehr/ Rettungsdienst/ Katastrophenschutz1 Prozent≈ 0,13 Mio.0,5 Prozent≈ 0,09 Mio.stark Männerdominiert
Sonstige/berufliche Interessenvertretung u. ä.2 Prozent≈ 0,26 Mio.2 Prozent≈ 0,36 Mio.Männer leicht überrepräsentiert

Tabelle: Engagement älterer Menschen nach Bereich (2019), Quelle: Fünfter Deutscher Freiwilligensurvey 2019, Statistisches Bundesamt (Destatis), Bevölkerung nach Altersgruppen, 31. Dezember 2019 (Mehrfachnennungen waren möglich)

Im Übrigen wird auf die Antwort der Bundesregierung zu den Fragen 1 bis 4 der Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke auf Bundestagsdrucksache 21/1833 verwiesen.

Der Deutsche Freiwilligensurvey ist eine repräsentative Querschnittsbefragung, die alle fünf Jahre durchgeführt wird. Eine jährliche Erhebung der Engagementstunden seit 2015 erfolgt nicht. Der Survey erhebt den Zeitaufwand des freiwilligen Engagements in Kategorien (z. B. bis 2 Stunden, 3 bis 5 Stunden, 6 Stunden und mehr pro Woche), nicht in absoluten Stundenwerten. Eine vollständige Aufschlüsselung der Engagementstunden im Sinne der Fragesteller ist daher auf Grundlage des FWS nicht möglich.

Auf Grundlage der Ergebnisse des Fünften FWS aus dem Jahr 2019 lässt sich feststellen, dass die Gruppe der ab 65-Jährigen mit 22,2 Prozent im Jahr 2019 den höchsten Anteil an denjenigen aufweist, die sechs und mehr Wochenstunden freiwillig tätig sind. In der Gruppe der 50 bis 64-Jährigen waren es 19 Prozent. Im Hinblick auf ein freiwilliges Engagement von bis zu zwei Wochenstunden waren es in der Gruppe der ab 65-Jährigen 52 Prozent gegenüber 57,9 Prozent bei den 50 bis 64-Jährigen (vgl. dazu Zentrale Ergebnisse des Fünften FWS, Abbildung 6-2, S. 30).

Der Freiwilligensurvey erhebt keine Ursachen für Veränderungen im Zeitumfang des Engagements. Nach Einschätzung der Bundesregierung können gesellschaftliche Veränderungen im Ehrenamtsverständnis und veränderte Lebenslagen älterer Menschen zu einer Ausweitung kürzerer, projektbezogener Engagementformen beigetragen haben.

Eine Aufschlüsselung nach einzelnen Verbänden, Vereinen oder Trägern ist mit den Daten des FWS nicht möglich, da diese Informationen nicht erhoben werden. Der FWS differenziert die Engagementfelder ausschließlich nach ausgewählten Bereichen (z. B. Sport, Kultur, Soziales), nicht nach konkreten Organisationen.

Frage 3b + 3c Seite 4

3bWie wird sich die Zahl der sich engagierenden Bundesfreiwilligendienstleistenden ab 55 Jahren nach Annahme der Bundesregierung weiterentwickeln?

3cWelche Entwicklung strebt die Bundesregierung an, und welche Maßnahmen unternimmt sie diesbezüglich?

Antwort

Die Fragen 3b und 3c werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet.

Eine Entwicklung der Bundesfreiwilligendienstleistenden im Alter ab 55 Jahren kann nicht prognostiziert werden. Diese hängt von verschiedenen Faktoren ab, auf die die Bundesregierung keinen Einfluss hat.

Frage 4 Seite 4

Wie viele Seniorinnen und Senioren absolvieren aktuell einen Bundesfreiwilligendienst (bitte nach Alter, Geschlecht, Ort und Tätigkeitsbereich aufschlüsseln)?

Antwort

Eine Auswertung hinsichtlich aller gewünschten Parameter ist aufgrund des Umfangs der daraus resultierenden Tabelle nicht umsetzbar. Wie viele Seniorinnen und Senioren aktuell einen Bundesfreiwilligendienst absolvieren, ist der folgenden Tabelle zu entnehmen. Die Altersgruppen entsprechen den Auswertungsmöglichkeiten der beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) geführten Statistik.

Tabelle auf Seite 4, 5 · 11 Zeilen × 10 Spalten
Altersgruppe51 bis 59 Jahre60 bis 65 Jahre> 65 Jahre
GeschlechtFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne Angabe
Tätigkeitsbereich
Gesundheitspflege191907120310
Hilfe für Menschen mit Beeinträchtigungen223402523012100
Integration23601070650
Kinder- und Jugendhilfe, Jugendbildung, Jugendarbeit1165204533014100
Kultur, Denkmalpflege, Erwachsenenbildung148139012413701141301
Seniorenpflege5841031340950
Sport11340532012240
Umweltschutz einschließlich Naturschutz und Bildung zur Nachhaltigkeit69141157119013340
Wohlfahrtspflege1891590153128073640
Zivil- und Katastrophenschutz41602140220
Frage 5 Seite 5

Wie viele Seniorinnen und Senioren absolvierten seit 2015 einen Bundesfreiwilligendienst (bitte nach Jahren, Altersspanne von 55 bis 65 Jahren und ab 65 Jahren getrennt, Geschlecht, Einsatzstelle, Bundesland und Tätigkeitsbereich aufschlüsseln)?

Antwort

Eine Auswertung hinsichtlich aller gewünschten Parameter ist aufgrund des Umfangs der daraus resultierenden Tabelle nicht umsetzbar. Wie viele Seniorinnen und Senioren seit 2015 im Bundesfreiwilligendienst durchschnittlich im Dienst waren, ist den folgenden Tabellen zu entnehmen.

Jahr 2015:

Tabelle auf Seite 5, 6 · 11 Zeilen × 10 Spalten
Altersgruppe51 bis 5960 bis 65> 65
GeschlechtFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne Angabe
Tätigkeitsbereich
Gesundheitspflege77560222804100
Hilfe für Menschen mit Beeinträchtigun- gen134130045570870
Integration330100010
Kinder- und Jugendhilfe, Jugendbildung, Jugendarbeit3131110144540570
Kultur, Denkmalpflege, Erwachsenenbil- dung3422680196176059750
Seniorenpflege253190010381012230
Sport461010195407230
Umweltschutz einschließlich Naturschutz und Bildung zur Nachhaltigkeit215392067137012180
Wohlfahrtspflege4103050175145024250
Zivil- und Katastrophenschutz470160100

Jahr 2016:

Tabelle auf Seite 6 · 11 Zeilen × 10 Spalten
Altersgruppe51 bis 5960 bis 65> 65
GeschlechtFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne Angabe
Tätigkeitsbereich
Gesundheitspflege5657019230350
Hilfe für Menschen mit Beeinträchtigungen11390046430390
Integration52460242408130
Kinder- und Jugendhilfe, Jugendbildung, Jugendarbeit3021280123430890
Kultur, Denkmalpflege, Erwachsenenbildung3423210210179074760
Seniorenpflege23014608074012190
Sport45920245609290
Umweltschutz einschließlich Naturschutz und Bildung zur Nachhaltigkeit22146408619709260
Wohlfahrtspflege4823550209169047310
Zivil- und Katastrophenschutz960170130

Jahr 2017:

Tabelle auf Seite 6, 7 · 11 Zeilen × 10 Spalten
Altersgruppe51 bis 5960 bis 65> 65
GeschlechtFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne Angabe
Tätigkeitsbereich
Gesundheitspflege3949016220330
Hilfe für Menschen mit Beeinträchtigungen104670293106100
Integration565102725010130
Kinder- und Jugendhilfe, Jugendbildung, Jugendarbeit2551210904201180
Kultur, Denkmalpflege, Erwachsenenbildung2972840148158053740
Seniorenpflege17611506258012110
Sport4078094908290
Umweltschutz einschließlich Naturschutz und Bildung zur Nachhaltigkeit22342406414808200
Wohlfahrtspflege3953340149137038340
Zivil- und Katastrophenschutz540250020

Jahr 2018:

Tabelle auf Seite 7 · 11 Zeilen × 10 Spalten
Altersgruppe51 bis 5960 bis 65> 65
GeschlechtFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne Angabe
Tätigkeitsbereich
Gesundheitspflege3352014200310
Hilfe für Menschen mit Beeinträchtigungen978102434011130
Integration4346022320390
Kinder- und Jugendhilfe, Jugendbildung, Jugendarbeit25012709150016140
Kultur, Denkmalpflege, Erwachsenenbildung2962890150170058790
Seniorenpflege1591250515501390
Sport357901949013270
Umweltschutz einschließlich Naturschutz und Bildung zur Nachhaltigkeit253448077173014320
Wohlfahrtspflege4223360156171042400
Zivil- und Katastrophenschutz370570130

Jahr 2019:

Tabelle auf Seite 8 · 11 Zeilen × 10 Spalten
Altersgruppe51 bis 5960 bis 65> 65
GeschlechtFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne Angabe
Tätigkeitsbereich
Gesundheitspflege427109270130
Hilfe für Menschen mit Beeinträchtigungen9111703937014140
Integration2932014230260
Kinder- und Jugendhilfe, Jugendbildung, Jugendarbeit25510709150018160
Kultur, Denkmalpflege, Erwachsenenbildung2692740161164079890
Seniorenpflege15416405056013120
Sport277201944012220
Umweltschutz einschließlich Naturschutz und Bildung zur Nachhaltigkeit203348069153011400
Wohlfahrtspflege4243490171146048430
Zivil- und Katastrophenschutz6130150010

Jahr 2020:

Tabelle auf Seite 8, 9 · 11 Zeilen × 10 Spalten
Altersgruppe51 bis 5960 bis 65> 65
GeschlechtFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne Angabe
Tätigkeitsbereich
Gesundheitspflege4271011210180
Hilfe für Menschen mit Beeinträchtigungen711130294107140
Integration16140640310
Kinder- und Jugendhilfe, Jugendbildung, Jugendarbeit21910609552021210
Kultur, Denkmalpflege, Erwachsenenbildung243221016815501231310
Seniorenpflege11314805251014140
Sport276802149016270
Umweltschutz einschließlich Naturschutz und Bildung zur Nachhaltigkeit162322071146016400
Wohlfahrtspflege3712940168148062360
Zivil- und Katastrophenschutz63602120190

Jahr 2021:

Tabelle auf Seite 9 · 11 Zeilen × 10 Spalten
Altersgruppe51 bis 5960 bis 65> 65
GeschlechtFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne Angabe
Tätigkeitsbereich
Gesundheitspflege395906170130
Hilfe für Menschen mit Beeinträchtigungen60870222609160
Integration11110540620
Kinder- und Jugendhilfe, Jugendbildung, Jugendarbeit1568908140023200
Kultur, Denkmalpflege, Erwachsenenbildung188167014215201311400
Seniorenpflege9412203741017160
Sport255801539013320
Umweltschutz einschließlich Naturschutz und Bildung zur Nachhaltigkeit107241062114017380
Wohlfahrtspflege2732330144124068450
Zivil- und Katastrophenschutz114902170270

Jahr 2022:

Tabelle auf Seite 9, 10 · 11 Zeilen × 10 Spalten
Altersgruppe51 bis 5960 bis 65> 65
GeschlechtFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne Angabe
Tätigkeitsbereich
Gesundheitspflege274805110210
Hilfe für Menschen mit Beeinträchtigungen446701727017120
Integration1050440640
Kinder- und Jugendhilfe, Jugendbildung, Jugendarbeit1257406745017180
Kultur, Denkmalpflege, Erwachsenenbildung148165014513601301280
Seniorenpflege708703535016160
Sport144701338014330
Umweltschutz einschließlich Naturschutz und Bildung zur Nachhaltigkeit102186058119019330
Wohlfahrtspflege2302090164123071440
Zivil- und Katastrophenschutz154102150150

Jahr 2023:

Tabelle auf Seite 10 · 11 Zeilen × 10 Spalten
Altersgruppe51 bis 5960 bis 65> 65
GeschlechtFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne Angabe
Tätigkeitsbereich
Gesundheitspflege26340770210
Hilfe für Menschen mit Beeinträchtigungen455202523011100
Integration1270450770
Kinder- und Jugendhilfe, Jugendbildung, Jugendarbeit1226806452013130
Kultur, Denkmalpflege, Erwachsenenbildung144163013816201311170
Seniorenpflege665602627015110
Sport133801528016250
Umweltschutz einschließlich Naturschutz und Bildung zur Nachhaltigkeit102188054119015380
Wohlfahrtspflege2181940143127068430
Zivil- und Katastrophenschutz123203220150

Jahr 2024:

Tabelle auf Seite 10, 11 · 11 Zeilen × 10 Spalten
Altersgruppe51 bis 5960 bis 65> 65
GeschlechtFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne Angabe
Tätigkeitsbereich
Gesundheitspflege253003110100
Hilfe für Menschen mit Beeinträchtigungen344702122013130
Integration21807808100
Kinder- und Jugendhilfe, Jugendbildung, Jugendarbeit1226005848018130
Kultur, Denkmalpflege, Erwachsenenbildung148143013615001381220
Seniorenpflege65500262902080
Sport162801428018310
Umweltschutz einschließlich Naturschutz und Bildung zur Nachhaltigkeit97185063147012370
Wohlfahrtspflege2071900144148176430
Zivil- und Katastrophenschutz123403190240

Die Zahlen für das laufende Jahr 2025 können sich noch verändern.

Jahr 2025 (Stand: 15.10.2025):

Tabelle auf Seite 11 · 11 Zeilen × 10 Spalten
Altersgruppe51 bis 5960 bis 65> 65
GeschlechtFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne AngabeFrauMannDivers/ ohne Angabe
Tätigkeitsbereich
Gesundheitspflege242705140210
Hilfe für Menschen mit Beeinträchtigungen253702026014120
Integration2370980560
Kinder- und Jugendhilfe, Jugendbildung, Jugendarbeit111520463301490
Kultur, Denkmalpflege, Erwachsenenbildung150133013013801201262
Seniorenpflege59430313501360
Sport13300730014240
Umweltschutz einschließlich Naturschutz und Bildung zur Nachhaltigkeit71145058121012340
Wohlfahrtspflege1861630150126072571
Zivil- und Katastrophenschutz92803170320
Frage 6 Seite 12

Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung bezüglich der Bildungsabschlüsse der Seniorinnen und Senioren, die sich aktuell im Bundesfreiwilligendienst engagieren?

Antwort

Eine statistische Erhebung über die Bildungsabschlüsse der Bundesfreiwilligendienstleistenden erfolgt nicht. Es werden nur Daten erhoben, die für die Durchführung des Bundesfreiwilligendienstes notwendig sind.

Frage 7 + 7a + 7b Seite 12

7Aus welcher Erwerbssituation haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die aktuellen bundesfreiwilligendienstleistenden Seniorinnen und Senioren angemeldet?

7aWie wird dies ermittelt?

7bWenn nicht, weshalb erhebt die Bundesregierung diese Daten nicht?

Antwort

Die Fragen 7 bis 7b werden gemeinsam beantwortet.

Eine statistische Erhebung über die vorherige Erwerbssituation der Bundesfreiwilligendienstleistenden erfolgt nicht. Es werden nur Daten erhoben, die für die Durchführung des Bundesfreiwilligendienstes notwendig sind.

Frage 8 Seite 12

Wie viele Seniorinnen und Senioren nehmen aktuell wo, über welchen Zeitraum und an welchen Bildungsveranstaltungen im Bundesfreiwilligendienst teil?

Antwort

Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 14 der Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke auf Bundestagsdrucksache 17/11443 verwiesen.

Frage 9 Seite 12

In welchen Bereichen sind die aktuellen Bundesfreiwilligendienstleistenden eingesetzt (bitte nach Altersspanne von 55 bis 65 Jahren und ab 65 Jahren getrennt, Orten – in Städten über und unter 100 000 Einwohnern –, Geschlecht, Alter und Einsatzbereichen aufschlüsseln)?

Antwort

Es wird auf die Antwort zu Frage 4 verwiesen.

Frage 10 Seite 12

Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung über die Motivation der bundesfreiwilligendienstleistenden Seniorinnen und Senioren und Rentnerinnen und Rentner, sich im Bundesfreiwilligendienst zu engagieren?

Antwort

Erkenntnisse zur Motivationslage der Freiwilligen liegen der Bundesregierung nicht vor.

Frage 11 + 11a + 11b Seite 12

11Wie beurteilt die Bundesregierung die indirekte Vermittlung von Bundesfreiwilligendienststellen über die Bundesagentur für Arbeit oder Jobcenter?

11aWie reagiert die Bundesregierung auf an die Fragestellenden herangetragene Schilderungen nach einem „sanften Druck“, dass Erwerbslose und gerade Ältere einen solchen Dienst aufnehmen sollen?

11bIn welcher Form sieht die Bundesregierung gegebenenfalls das Freiwilligenprinzip verletzt (bitte begründen)?

Antwort

Die Fragen 11 bis 11b werden gemeinsam beantwortet werden.

Eine Kernaufgabe der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist die Vermittlung von Ausbildungs- und Arbeitsstellen. Damit geht einher, dass die Integrationsfachkräfte in den Agenturen für Arbeit und Jobcentern alle ihre Tätigkeiten darauf ausrichten, Bewerberinnen und Bewerber mit Arbeitgebern zur Begründung eines Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses zusammenzuführen. Die BA wirkt darauf hin, dass Ausbildungs- und Arbeitsstellen nur geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern angeboten werden. Sie ist verpflichtet, dabei die Neigung, Eignung und Leistungsfähigkeit der Bewerberinnen und Bewerber sowie die Anforderungen der angebotenen Stellen zu berücksichtigen. Hierbei gibt es keine Unterschiede in der Betreuung von Bewerberinnen und Bewerbern nach Alterskohorten.

Eine Ansprache zur Aufnahme eines Bundesfreiwilligendienstes kann im Rahmen der beruflichen Orientierung im Übergang Schule- Ausbildung/Studium sowie bei Arbeitssuchenden bei der Arbeitsvermittlung der Agenturen für Arbeit und in den Jobcentern für erwerbsfähige Leistungsberechtigte (unabhängig der Alterskohorte) erfolgen, wenn es im Rahmen der Integrationsstrategie förderlich erscheint und nicht direkt eine Integration in den Ausbildungs- und/oder Arbeitsmarkt möglich ist. Bei Interesse kann dann im Rahmen der sogenannten Verweisberatung auf die entsprechenden Anlaufstellen verwiesen werden. Diese Verweisberatung stellt ein freiwilliges Angebot dar. Sie erfolgt neutral und am jeweiligen Anliegen ausgerichtet. Eine Vermittlung in einen Bundesfreiwilligendienst findet nicht statt. Die Ablehnung ist mit keinen Leistungsminderungen verbunden.

Der Bundesfreiwilligendienst basiert auf dem Freiwilligkeitsprinzip. Dieses Prinzip ist ein zentrales Element des Bundesfreiwilligendienstes und wird von den beteiligten Stellen, sowohl den Agenturen für Arbeit, als auch den Jobcentern, respektiert und gewahrt. Anderslautende Erkenntnisse liegen der Bundesregierung nicht vor.

Frage 12 Seite 13

Wie hoch ist nach Auffassung der Bundesregierung der wirtschaftliche Wert der Kinderbetreuung durch die Großeltern?

Antwort

Nach Erkenntnissen des Deutschen Alterssurveys (DEAS) 2020/2021 belief sich der wirtschaftliche Wert der Enkelbetreuung auf 16 bis 18 Mrd. Euro oder rund 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Frage 13 Seite 13

Wie viele Stunden betreuen Großeltern ihre Enkel nach Kenntnis der Bundesregierung im Durchschnitt, und wie viele Stunden sind es insgesamt?

Antwort

Nach Erkenntnissen des Deutschen Alterssurveys (DEAS) 2020/2021 haben 34 Prozent der Großeltern ihre Enkelkinder regelmäßig betreut. Der zeitliche Umfang, den betreuende Großeltern durchschnittlich für ihre Enkelkinder aufwendeten, betrug 9 Wochenstunden.

Weiter wird auf die Kinderbetreuungsstudie des Deutschen Jugendinstituts (KiBS) verwiesen. Im Zuge der KiBS gaben befragte Familien an, dass bei Kindern bis zum Schuleintritt, je nach Alter der Kinder, Großeltern in etwa 40-50 Prozent der befragten Familien an der regulären Betreuung beteiligt sind. Diese Familien wurden im Anschluss weiter nach dem Umfang der Betreuung durch die Großeltern in Stunden gefragt. Dieser sei abhängig davon, wie sich die außerfamiliale Betreuung darstellt.

Auswertungen mit den Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) kommen auf einen durchschnittlichen wöchentlichen Betreuungsumfang durch Großeltern, andere Verwandte, Nachbarn und sonstige Personen von 8 bis 9 Stunden bei ein- bis zweijährigen Kindern, welcher graduell zurückgeht auf 6 bis 7 Stunden bei Kindern im Grundschulalter. Hier wird nicht zwischen Großeltern und anderen Betreuungspersonen unterschieden.

Frage 14 Seite 14

Welche Strukturen wurden inzwischen als Unterstützungs- und Begleitsystem für das Engagement der Großelterndienste geschaffen, und wie werden diese angenommen (siehe Bundestagsdrucksache 17/11443)?

Antwort

Im Rahmen des Bundesprogramms „Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander“ (2021 bis 2028) fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) vielfältige Aktivitäten. So finden sich beispielsweise im Handlungsfeld „Selbstbestimmtes Leben im Alter“ auch „Leihoma/Leihopa-Vermittlungen“.

Frage 15 Seite 14

Welche Meinung vertritt die Bundesregierung zu den Au-pair-Dienstleistern für ältere Au-pairs, z. B. „Granny Au-pair“?

Antwort

Es wird auf die Antwort zu Frage 14 verwiesen.

Frage 16 Seite 14

Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung über den Umfang und die Art der Arbeit der dort engagierten Seniorinnen und Senioren?

Antwort

Es wird auf die Antwort zu Frage 14 verwiesen. Hierzu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor.

Frage 17 + 17a + 17b + 17c Seite 14

17Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung darüber, wie viele Stunden in der Kinderbetreuung durch Leihomas und Leihopas eingespart werden?

17aWie hoch ist der finanzielle Effekt dieser Einsparung?

17bStrebt die Bundesregierung eine Ausweitung an?

17cWenn ja, in welchem Ausmaß, und mit welcher Begründung?

Antwort

Die Fragen 17 bis 17c werden gemeinsam beantwortet.

Hierzu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor.

Frage 18 Seite 14

Hat die Bundesregierung Erkenntnisse darüber, wie viele Seniorinnen und Senioren sich in nachbarschaftlichen Vereinen engagieren und welche Aufgaben diese übernehmen?

Antwort

Der Deutsche Freiwilligensurvey erhebt Daten zu freiwilligem Engagement und berücksichtigt dabei z. B. Engagement in Vereinen. „Nachbarschaftliche Vereine“ lagen dem Fünften FWS nicht als eigenständige quantifizierbare Kategorie zugrunde.

Frage 19 Seite 14

Ist der Bundesregierung bekannt, wie viele Seniorinnen und Senioren sich in der Pflege engagieren, und warum sie sich dort engagieren?

Antwort

Nach Berechnungen des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) auf Grundlage des Freiwilligensurveys (FWS) 2019 engagieren sich 7,4 Prozent der Menschen im Ruhestandsalter (65 Jahre und älter) freiwillig oder ehrenamtlich für pflege- und hilfebedürftige Menschen.

Frage 20 Seite 15

Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung darüber, wie groß der Anteil der bürgerschaftlich engagierten Seniorinnen und Senioren mit Migrationsgeschichte ist (bitte nach Jahren seit 2015 aufschlüsseln)?

Antwort

Personen mit Migrationshintergrund haben sich zu 27,6 Prozent (Deutscher Freiwilligensurvey 2014, Hauptbericht abrufbar unter: https://link.springe r.com/book/10.1007/978-3-658-12644-5) bzw. zu 27 Prozent (Deutscher Freiwilligensurvey 2019, Hauptgericht abrufbar unter: https://link.springer.com/bo ok/10.1007/978-3-658-35317-9) freiwillig engagiert.

Das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) hat im Rahmen des Integrationsberichtes das Engagement von älteren Personen (>55 Jahre) für die verschiedenen Wellen des Freiwilligensurveys ausgewertet. Dabei wurde zwischen vier Gruppen unterschieden: Menschen ohne Einwanderungsgeschichte, Eingewanderte, Nachkommen und Menschen mit einseitiger Einwanderungsgeschichte (vgl. zu dieser Nomenklatur auch den 14. Integrationsbericht der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration „Teilhabe in der Einwanderungsgesellschaft“, S. 212, abrufbar unter:

www.integrationsbeauftragte.de/resource/blob/2196306/2330834/c9c424884ff0 c8c109c13aae3e8f0d3a/2025-01-17-14-integrationsbericht-neu-data.pdf).

Aus dem dazu online zur Verfügung gestellten Dashboard Integration ergibt sich, dass im Jahr 2014 20,9 Prozent der Eingewanderten über 55 Jahre (2019: 20,3 Prozent), 34,1 Prozent der Nachkommen über 55 Jahre (2019: 36,7 Prozent) und 46 Prozent der Menschen mit einseitiger Einwanderungsgeschichte über 55 Jahre (2019: 40,7 Prozent) angegeben haben, formell engagiert zu sein. Bei Menschen ohne Einwanderungsgeschichte über 55 Jahren waren es entsprechend im Jahr 2014 43,3 Prozent bzw. 43,9 Prozent im Jahre 2019 (vgl. www.dashboard-integration.de/integration/engagement/0701002)

Frage 21 Seite 15

In welchen Bereichen engagieren sich nach Kenntnis der Bundesregierung Seniorinnen und Senioren mit Migrationsgeschichte?

Antwort

Es wird auf die Antwort zu Frage 20 verwiesen.

Frage 22 Seite 15

Inwiefern berücksichtigt die Bundesregierung in ihren Engagementstrategien für Ältere die besonderen Bedarfe von Menschen mit Migrationsgeschichte, Menschen mit Behinderungen sowie Menschen in ländlichen Räumen?

Antwort

Teilhabe und Vielfalt im Bürgerschaftlichen Engagement zu fördern und zu stärken, ist eines der fünf strategischen Ziele der am 4. Dezember 2024 beschlossenen Engagementstrategie der Bundesregierung (vgl. S. 27 ff. Engagementstrategie (abrufbar unter: www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/251452/ac0 0fb8963654019ae158f9ae7d7efa6/engagementstrategie-des-bundes-data.pdf).

Der Bundesregierung ist es ein zentrales Anliegen, den individuellen Zugang zum Engagement durch geeignete Rahmenbedingungen unter Beachtung der im Grundgesetz vorgegebenen föderalen Kompetenzverteilung zu ermöglichen. Engagement soll unabhängig von Herkunft, Sprachkenntnissen und Aufenthaltsstatus für alle möglich sein.

Zudem sollen Engagement-Möglichkeiten vor Ort möglichst barrierefrei gestaltet werden, sowohl in der analogen als auch der digitalen Welt, etwa durch assistive Technologien. Auch die besonderen Herausforderungen im ländlichen Raum, wie Infrastrukturdefizite, Mobilitätsprobleme und geringe lokale Ressourcen, erkennt die Engagementstrategie des Bundes ausdrücklich an.

Frage 23 + 23a + 23b Seite 16

23Hat die Bundesregierung vor, das Engagement von Seniorinnen und Senioren mit Migrationsgeschichte weiterhin besonders zu fördern, und wenn ja, wie und warum?

23aWelche Zielvorstellung hat die Bundesregierung diesbezüglich in fünf Jahren?

23bWenn nein, warum nicht?

Antwort

Die Fragen 23 bis 23b werden gemeinsam beantwortet.

Handlungsleitendes und übergeordnetes Ziel der Bundesregierung und ihrer Engagementstrategie ist eine inklusiven Gesellschaft, die allen Menschen unabhängig von Alter, Wohnort, Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft, Behinderung, Bildungshintergrund oder sozioökonomischem Status die Möglichkeit bietet, unter Achtung der demokratischen Werte und Normen unserer Grundgesetzes aktiv an der Gesellschaft zu partizipieren. Daher setzt sich die Bundesregierung dafür ein, Eintrittshürden abzubauen und die Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im Bürgerschaftlichen Engagement zu verbessern. Langfristig erscheint es wünschenswert, wenn sich die Engagementquoten zwischen Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte weitestgehend angleichen. Dieses Ziel schließt Seniorinnen und Senioren mit Zuwanderungsgeschichte mit ein.

Im Rahmen des Modellprojekts „Kultur- und religionssensible Wohlfahrtspflege – Erprobung praktischer Teilhabe am Beispiel häuslicher Pflege und Alltagsbegleitung für Seniorinnen und Senioren“ fördert das BMBFSFJ die Professionalisierung sowie die Vernetzung von Migrantenselbstorganisationen im Bereich der Wohlfahrtspflege. Ziel der Vorhaben ist es, die bedarfsorientierte Versorgung und soziale Teilhabe dieser großen und wachsenden Bevölkerungsgruppen durch Professionalisierung, Qualifizierung und Vernetzung neuer Wohlfahrtsorganisationen zu verbessern Die aktuelle Förderung läuft bis zum 31. Dezember 2026.

Frage 24 + 24a + 24b + 24c + 24d + 24e Seite 16

24Welche Einschätzung hat die Bundesregierung hinsichtlich der Gesetzgebungskompetenz des Bundes für ein Seniorenmitwirkungsgesetz (unter Bezugnahme auf einschlägige Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages)?

24aPlant die Bundesregierung, ein Seniorenmitwirkungsgesetz zu verabschieden, z. B. ähnlich dem Berliner Seniorenmitwirkungsgesetz (BerlSenG)?

24bWenn ja, mit welchen Inhalten?

24cSieht die Bundesregierung ein solches Gesetz als sinnvoll an, um darin neben der Mitwirkung von Seniorinnen und Senioren beim bürgerschaftlichen Engagement auch konkrete Mitwirkungsmöglichkeiten z. B. im Gesetzgebungsprozess im Bund oder bei kommunalen und länderspezifischen Entscheidungen festzuschreiben (bitte begründen)?

24dWelche Kenntnisse hat die Bundesregierung über bestehende Seniorenmitwirkungsgesetze oder vergleichbare Regelungen in den Ländern sowie in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union?

24eWelche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung darüber vor, wie viele Seniorinnen und Senioren aktuell politische Mandate in den Kommunen, Ländern oder auf Bundesebene innehaben?

Antwort

Die Fragen 24 bis 24e werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet.

Nach Auffassung der Bundesregierung fallen der Einrichtung oder Ausgestaltung von Seniorenvertretungen auf kommunaler Ebene dienende rechtliche Regelungen in die Zuständigkeit der Länder. Eine unmittelbare Gesetzgebungskompetenz des Bundes ist nicht ersichtlich. Zu diesem Ergebnis kommen auch Sachstände bzw. Kurzinformationen der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages, auf welche die Fragesteller in ihrer Anfrage verweisen.

Auf der Länderebene bilden die Seniorenmitwirkungsgesetze den Rahmen für die Vertretung der Interessen älterer Menschen. Laut dem Neunten Altersbericht „Alt werden in Deutschland – Vielfalt der Lebenssituationen und Ungleichheit der Teilhabechancen” haben Bayern, Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen Seniorenmitwirkungsgesetze verabschiedet (der Neunte Altersbericht ist hier abrufbar: www.neunter-altersbericht.de/ber icht). In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig-Holstein ist eine formale Grundlage für die politische Mitwirkung älterer Menschen auf der Landesebene in den Gemeindeordnungen enthalten (Stand: Juni 2024).

Es gibt keine Planungen für ein Seniorenmitwirkungsgesetz auf Bundesebene.

Der Bundesregierung liegen darüber hinaus keine konsolidierten Zahlen vor, die systematisch ausweisen, wie viele Seniorinnen und Senioren getrennt nach Altersstruktur politische Mandate auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene in der Bundesrepublik Deutschland innehaben. Die öffentlich zugängliche Statistik des Deutschen Bundestages nennt 84 Abgeordnete im Altern von 60 bis 69 Jahren und acht Abgeordnete, die älter sind als 70 Jahre (www.bundesta g.de/dokumente/textarchiv/2025/kw09-wahlergebnis-statistik-1055550).

Eine bundesweite, konsolidierte Statistik zu Seniorinnen und Senioren als Mandatsträgern (z. B. 60+ oder 65+) liegt nach Kenntnis der Bundesregierung für alle 16 Landtage nicht zentral vor. Einzelne Parlamente veröffentlichen Altersverteilungen, aus denen sich Informationen über Seniorinnen als Mandatsträger nachvollziehen lassen, andere nennen nur Durchschnittsalter (vgl. z. B. für den Landtag des Freistaates Sachsen: www.landtag.sachsen.de/de/parlamen t/zusammensetzung-und-rechtsgrundlagen/zusammensetzung-9171 oder für den Landtag Niedersachsen: www.landtag-niedersachsen.de/abgeordnete-statist iken/).

Frage 25 Seite 17

Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung über Barrieren, die Seniorinnen und Senioren von einem ehrenamtlichen Engagement abhalten, z. B. digitale Hürden, fehlende Mobilität, gesundheitliche Einschränkungen, und welche konkreten Maßnahmen werden dagegen ergriffen?

Antwort

Für den Vierten Engagementbericht der Bundesregierung sind die Zugangschancen zum Freiwilligen Engagement – und damit auch vorhandene Zugangsschwellen – von einer unabhängigen Sachverständigenkommission systematisch untersucht worden. Der Bericht kann hier abgerufen werden: www.bmbfsf j.bund.de/bmbfsfj/service/publikationen/vierter-engagementbericht-253738.

Die Stärkung digitaler Kompetenzen kann einen wichtigen Beitrag zu einem erleichterten Zugang Älterer zu Engagement leisten. Es wird auf den Achten Altersbericht „Ältere Menschen und Digitalisierung“ (Bundesdrucksache 19/21650) und den Neunten Altersbericht „Alt werden in Deutschland – Vielfalt der Potenziale und Ungleichheit der Teilhabechancen“ (Bundesdrucksache 20/14450 (neu)) verwiesen. Die Berichte zeigen Hürden, die der Teilhabe von älteren Menschen entgegenstehen, auf. Darunter fallen Ungleichbehandlungen bestimmter Gruppen aber auch fortschreitende Digitalisierung, eine prekäre materielle Lage oder intersektionale Diskriminierungen. Die Bundesregierung hat dazu im Bericht jeweils Stellung genommen und Maßnahmen aufgelistet, die die Teilhabe älterer Menschen stärken.

Frage 26 Seite 18

Welche Projekte oder Programme werden aus Sicht der Bundesregierung als besonders erfolgreich bewertet, um Seniorinnen und Senioren ins Ehrenamt einzubinden, und wie wird deren Wirkung gemessen?

Antwort

Allgemein sind solche Projekte als besonders erfolgreich zu bewerten, die die Ziele der Engagementstrategie des Bundes für die Gruppe der Seniorinnen und Senioren umsetzen. Für die programmbezogene Erfolgsmessung sind die einzelnen Ressorts zuständig, eine umfassende Evaluation auf Ebene der Bundesregierung bzw. der Engagementstrategie findet nicht statt. Zudem ist zu beachten, dass die Engagementstrategie nicht als statisches Konzept zu verstehen ist. Ihre Umsetzung durch die Ressorts der Bundesregierung ist ein dynamischer Prozess, in dem gewonnene Erkenntnisse und Empfehlungen wie auch gesellschaftliche Entwicklungen fortlaufend einfließen. Die definierten Ziele und Handlungsschwerpunkte sind vor diesem Hintergrund in regelmäßigem Abstand zu prüfen.

Frage 27 Seite 18

Welche Rolle spielen nach Kenntnis der Bundesregierung Mehrgenerationenhäuser und ähnliche Einrichtungen für die Einbindung von Seniorinnen und Senioren ins Ehrenamt, und wie hoch ist aktuell deren Anteil an den dort Tätigen (bitte nach Altersgruppen, Geschlecht und Tätigkeitsfeld aufschlüsseln)?

Antwort

Ziel des Bundesprogramms „Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander“ (2021 bis 2028) als Fachprogramm im gesamtdeutschen Fördersystem ist es, mithilfe der bundesweit rund 530 Mehrgenerationenhäuser (MGH) dazu beizutragen, gute Entwicklungschancen und faire Teilhabemöglichkeiten für alle in Deutschland lebenden Menschen und damit gleichwertige und bessere Lebensverhältnisse in allen Gebieten Deutschlands zu schaffen. Zu einem selbstbestimmten Leben im Alter gehört es, teilzuhaben, sich untereinander auszutauschen und bei Bedarf Unterstützung in Anspruch nehmen zu können. Mit Computer- und Internetkursen, Freizeitangeboten, Seniorenbeiräten und vielem mehr tragen Mehrgenerationenhäuser zu einem selbstbestimmten Leben und einem aktiven Miteinander bei.

Das aktuelle Monitoring des Bundesprogramms aus dem Jahr 2024 zeigt, dass 404 von 528 MGH (76,5 Prozent) im Jahr 2024 mit Seniorenbüros und/oder Seniorenverbänden und 350 MGH (66,3 Prozent) mit Einrichtungen der Altenhilfe und -pflege kooperierten. Im Jahr 2024 waren ca. 33 Prozent (9.852 von 29.688) aller freiwillig Engagierten in den MGH zwischen 65 und 80 Jahre und rund 4 Prozent (1.176) aller freiwillig Engagierten über 80 Jahre alt.

Frage 28 Seite 19

Welche Kooperationen bestehen zwischen Bund, Ländern, Kommunen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, um gezielt Seniorinnen und Senioren für das Ehrenamt zu gewinnen?

Antwort

Die Engagementstrategie listet eine Reihe von Programmen und Projekten auf, die beispielhaft zeigen, mit welchen Initiativen die Bundesregierung die Strategieziele erreichen will. Beispielhaft seien hier genannt: „Künstliche Intelligenz (KI) für gutes Altern“, Europäischer-Sozialfond (ESF)-Plus-Programm „Stärkung der Teilhabe älterer Menschen“ oder der „DigitalPakt Alter“.

Im Jahr 2025 hat das BMBFSFJ das ESF-Plus Programm „BELL – Bildung und Engagement ein Leben lang“ gestartet. Gefördert werden (mit einem Gesamtvolumen von bislang 25 Mio. Euro) spezifische Lern- und Beteiligungsmöglichkeiten für ältere Menschen ab 60 Jahren. Die Angebote sollen Bildungsgelegenheiten erweitern für Menschen, die sonst nur schwer Zugang zu Angeboten für Ältere haben – sei es aufgrund logistischer, sprachlicher oder finanzieller Barrieren oder hinsichtlich ihrer Grundbildung – und bereiten u. a. Wege ins Engagement durch einen partizipativen Ansatz, der auch die zunehmende Heterogenität dieser Generation berücksichtigt.

Frage 29 Seite 19

Inwiefern gedenkt die Bundesregierung, die in der Engagementstrategie des Bundes veröffentlichten Maßnahmen für ältere engagierte Menschen weiterzuverfolgen, wie z. B. die Ausstattung von Seniorenorganisationen mit moderner Technik (S. 80)?

Antwort

Mit Förderprojekten wie „KI für ein gutes Altern“, das das BMBFSFJ mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) umsetzt, sollen nicht nur Organisationen mit entsprechender Technik ausgestattet werden. Vielmehr verfolgt es das Ziel, ältere Menschen darin zu befähigen und zu bestärken, sich mit den neuen technischen Möglichkeiten wie sog. „large language models“ (LLM) auseinanderzusetzen, diese für sich zu nutzen und sich in die Debatte um Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und ihre gesellschaftlichen Folgen einzubringen. Die Entscheidung darüber, ob einzelne Programme oder Projekte ausgebaut, fortgesetzt oder eingestellt werden, obliegt dem Haushaltsgesetzgeber.

Frage 30 Seite 19

Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung, um ehrenamtlich engagierte Seniorinnen und Senioren besonders zu unterstützen und zu schützen?

Antwort

Spezifische ausschließlich auf das Engagement von Seniorinnen und Senioren gerichtete Schutz-Programme werden nicht verfolgt. Vielmehr werden alle freiwillig Engagierten, unabhängig vom Alter, die Gewaltandrohungen oder Übergriffe erfahren haben, durch entsprechende Unterstützungsangebote adressiert. Die Opferhilfe liegt in der Zuständigkeit der Bundesländer. Im Hinblick auf Maßnahmen auf Bundesebene wird ergänzend auf die Antwort der Bundesregierung zu den Fragen 5, 6 sowie 12 und 15 der Kleinen Anfrage auf Bundestagsdrucksache 21/1829 verwiesen.

Ergänzend wird zur Beantwortung der ersten Teilfrage auf die Antwort zu Frage 25 verwiesen.

Frage 31 Seite 20

Inwiefern ist seitens der Bundesregierung geplant, die Datenlage zu Seniorinnen und Senioren im Ehrenamt zu verbessern, z. B. durch spezifische Module im Freiwilligensurvey oder in anderen bundesweiten Erhebungen?

Antwort

Grundlegende Erkenntnisse zum Thema Alter und Altern erhält die Bundesregierung aus Untersuchungen des Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA). Das DZA hat u. a. die Aufgabe, sozial- und verhaltenswissenschaftliche Forschung zu Alter(n)sfragen durchzuführen sowie Erkenntnisse über die Lebenslage alternder und alter Menschen zu erweitern. Als Datengrundlage dient der vom BMBFSFJ geförderte Deutsche Alterssurvey (DEAS), eine repräsentative Quer- und Längsschnittbefragung von Personen in der zweiten Lebenshälfte ab 40 Jahren. Die teilnehmenden Personen werden umfassend zu ihrer Lebenssituation und verschiedenen Lebensbereichen befragt, unter anderem auch zu ihren ehrenamtlichen Aktivitäten.

Auf Empfehlung des Fachbeirats für den Sechsten FWS werden beim Freiwilligensurvey 2024 erstmals fünf statt zuvor vier Altersgruppen erfasst. Die Altersgruppe der ab 65‑Jährigen wird geteilt in eine Gruppe von 65 bis 74-Jährigen und eine Gruppe der ab 75-jährigen. Dem liegt die Erwartung zugrunde, dass sich die Befragungsergebnisse zwischen den beiden neuen Gruppen deutlich unterscheiden werden.

Frage 32 Seite 20

Wie gedenkt die Bundesregierung, mögliche geschlechterspezifische Ungleichheiten beim Engagement in der Gruppe der Seniorinnen und Senioren zu verringern?

Antwort

Der Deutsche Freiwilligensurvey 2019 hat gezeigt, dass zum ersten Mal seit 1999 kein statistisch signifikanter Unterschied mehr bei der Engagementquote zwischen Frauen (39,2 Prozent) und Männern (40,2 Prozent) festzustellen war.

Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Befund auch in der Gruppe der älteren Engagierten fortschreibt.

Um hier zu einer gleichberechtigteren Aufteilung zu kommen, ist es wichtig, die Gründe für die stärkere Zurückhaltung älterer Frauen zu identifizieren. Ein Grund könnte zum Beispiel die mit einem Vorstandsamt verbundene Haftung sein. Daher setzt sich die Bundesregierung dafür ein, die Haftungsprivilegierung für Ehrenamtliche zu verbessern, Regeln zu vereinfachen und Bürokratie zu vermindern, um Engagement-Hürden abzubauen. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung erfolgt mit dem aktuell im parlamentarischen Verfahren befindlichen Zukunftspakt Ehrenamt.

Anlage
AnlageAnlage 1 zu Fragen 1–3a: Tabelle Engagement Älterer

PDF-Seiten 21–33 (13 Seiten) · im Originalformat beigefügt, nicht in Tabellen übernommen