Mieten- und wohnungspolitische Entwicklung in Thüringen

Drucksache 21/2521Antwortauf die Kleine Anfrage 21/202003.11.202520 Seiten27 FragenFraktion Die LinkeBundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und BauwesenRaumordnung, Bau- und WohnungswesenSoziale Sicherung1 Anlage als PDF
Vorbemerkung der Fragesteller

Vorbemerkung der Fragesteller

Die Mietenkrise ist längst auch im Osten der Republik angekommen. Die Situation in vielen ostdeutschen Städten hat sich in den letzten Jahren dramatisch verschärft: In Leipzig, Dresden, Chemnitz, Halle, Jena und Potsdam steigen die Mieten seit Jahren rasant. Zwischen 2014 und 2023 sind die Mieten in Erfurt und Jena um jeweils ca. ein Drittel gestiegen (Bundestagsdrucksache 20/12677). Mittlerweile ziehen auch im Speckgürtel von Erfurt und Jena die Mieten spürbar an. Bezahlbares Wohnen wird für viele Menschen immer schwieriger – nicht zuletzt aufgrund der stark gestiegenen Nebenkosten. Wohnen ist die soziale Frage unserer Zeit.

Durch diese Kleine Anfrage soll ein Einblick in die mieten- und wohnungspolitische Situation in Thüringen ermöglicht werden.

Text vor der ersten Frage

setzen, dass das Bauen einfacher, günstiger und schneller wird. Zugunsten dieses Ziels werden auch die investiven Anreize weiter verbessert werden. Die Verlängerung der Mietpreisbremse verfolgt das Ziel, den Anstieg der Wiedervermietungsmieten zu dämpfen.

Gleichzeitig unterstützt die Bundesregierung die privaten Haushalte auch direkt. Dazu zählen neben dem Mietrecht der Soziale Wohnungsbau und das Wohngeld. Das Wohngeld leistet einen wirksamen Beitrag zur Verringerung der Wohnkostenbelastung in Zeiten steigender Mieten. Mit der Wohngeld-Plus-Reform konnte der Empfängerkreis um mehr als eine halbe Million Haushalte ausgeweitet und gleichzeitig das durchschnittliche Wohngeld um rund 50 Prozent gesteigert werden. Mit der zum 1. Januar 2025 in Kraft getretenen Dynamisierung wurde sichergestellt, dass die Entlastungswirkung trotz Preissteigerungen erhalten bleibt.

Der Bund hat in den letzten Jahren die Finanzhilfen für den Sozialen Wohnungsbau der Länder kontinuierlich deutlich aufgestockt auf insgesamt 3,5 Mrd. Euro im Programmjahr 2025. Diese strategische Neuausrichtung zeigt bereits Wirkung. Trotz gestiegener Bau- und Finanzierungskosten und sinkender Baugenehmigungen im Gesamtmarkt in den letzten Jahren wurden im Kalenderjahr 2024 von den Ländern insgesamt rund 62 000 Wohneinheiten im Bereich des Sozialen Wohnungsbaus gefördert, was einem deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren entspricht. Außerdem konnte der Rückgang des Sozialmietwohnungsbestands gegenüber den Jahren vor 2020 deutlich abgebremst werden. Im Jahr 2024 ist es zudem in sieben Ländern zu einem Anstieg beim Bestand an Sozialmietwohnungen gekommen. Wir wollen schnellstmöglich eine Trendwende bei dem Sozialmietwohnungsbestand auch in Thüringen und bundesweit erreichen. In der aktuellen Finanzplanung ist vorgesehen, die Finanzhilfen des Bundes ab 2026 schrittweise weiter auf insgesamt 5,5 Mrd. Euro pro Jahr im Programmjahr 2028 und 2029 zu erhöhen.

Allgemeine Hinweise zu den Antworten der Fragen 1 bis 5:

Der Bundesregierung liegen Angebotsmieten nur in Form von im Internet inserierten Wohnungsangeboten vor. Die Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen sind nicht repräsentativ für das gesamte Wohnungsangebot von Neuvermietungen (vergleiche untenstehende Hinweise zu den Erst- und Wiedervermietungsmieten). Sie spiegeln das Angebot wider, auf das Wohnungssuchende treffen, wenn sie im Internet nach einer Mietwohnung suchen. Inserate aus lokalen Zeitungen, Mieter- oder Unternehmenspublikationen oder von Aushängen fließen nicht mit ein. Wohnungsvermittlungen über Kunden- und Wartelisten von Wohnungsunternehmen oder Maklern gehen in diese Quelle ebenfalls nicht ein. Daher sind insbesondere Wohnungen im günstigen Mietsegment in dieser Datenquelle unterrepräsentiert. Sonderauswertungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zu Folge lagen beispielsweise die Wiedervermietungsmieten des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. (GdW), dessen Unternehmen Wohnungen häufig über Wartelisten oder direkte Ansprache von Kundinnen und Kunden vermieten, im ersten Halbjahr 2024 im Aggregat der 261 Kreise für die Daten einbezogen werden konnten, um mehr als ein Fünftel unterhalb der Internet-Wiedervermietungsmieten.

Ergänzende Hinweise zu den Erst- und Wiedervermietungsmieten:

Die ausgewerteten Angebotsmieten im Internet inserierter Wohnungen basieren auf Inseraten aus Immobilienplattformen und von Zeitungen für Angebote von Wohnungen im Neubau und Gebäudebestand (Erst- und Wiedervermietungen). Zur Standardaufbereitung bis auf die Ebene der Kreise erfolgte eine Eingrenzung der betrachteten Wohnungen unmöblierter Angebote mit Wohnflächen von 40 bis 100 m² mit mittlerer Wohnungsausstattung in mittlerer bis guter Wohnlage. Die verwendeten Daten umfassen nettokalte Angebotsmieten, also ohne kalte und warme Nebenkosten. Als Quelle werden die Datenbanken der IDN ImmoDaten GmbH mit Inseraten aus über 120 Immobilienportalen und Zeitungen verwendet, die das BBSR aufbereitet und daraus durchschnittliche Angebotsmieten berechnet.

Die Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen liegen der Bundesregierung für die Jahre 2010 bis 2024 auf der Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise vor.

Frage 1 Seite 3

Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Angebotsmieten in Erfurt und Jena sowie deren „Speckgürtel“ (Kreise um die Städte) in den letzten 20 Jahren entwickelt (bitte in Zehnjahresschritten 2004, 2014, 2024 angeben)?

Antwort

Die Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen liegen nur für die kreisfreien Städte und Landkreise der Jahre 2010 bis 2024 vor. Die folgende Tabelle beinhaltet die durchschnittlichen Angebotsmieten bei Erst- und Wiedervermietung der Jahre 2010, 2014 und 2024 sowie die prozentualen Entwicklungen der Zeiträume 2010 bis 2024 und 2014 bis 2024 der Städte Erfurt und Jena sowie der an diese Städte angrenzenden Kreise.

Tabelle: Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in den Städten Erfurt und Jena sowie deren Umlandkreisen 2010, 2014 und 2024

Tabelle auf Seite 3 · 7 Zeilen × 8 Spalten
Kreisname2010201420242010 bis 20242014 bis 20242010 bis 20242014 bis 2024
Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in Euro je m²Entwicklung in Prozentjährliche Entwicklung in Prozent
Erfurt, Stadt5,696,398,9056,339,23,23,4
Jena, Stadt7,378,0611,1551,238,33,03,3
Gotha4,845,186,8140,831,62,52,8
Sömmerda4,925,067,2046,342,32,83,6
Ilm-Kreis4,945,497,5653,037,73,13,2
Weimarer Land4,985,457,9158,845,23,43,8
Saale-Holzland- Kreis4,915,177,4351,243,73,03,7

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen. Jährliche Entwicklung als geometrischer Mittelwert.

Frage 2 Seite 3

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die landesweite Angebotsmiete seit 2003 entwickelt (bitte in Zehnjahresschritten 2003, 2013, 2023 angeben)?

Antwort

Es liegen nur die Daten von im Internet inserierten Wohnungen der Jahre 2010 bis 2024 vor. Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen im Land Thüringen der Jahre 2010, 2014 bis 2024 sowie die prozentualen Entwicklungen der Zeiträume 2010 bis 2024 und 2014 bis 2024.

Tabelle: Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in Thüringen 2010, 2014 und 2024

Tabelle auf Seite 4 · 1 Zeilen × 8 Spalten
Bundesland2010201420242010 bis 20242014 bis 20242010 bis 20242014 bis 2024
Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in Euro je m²Entwicklung in Prozentjährliche Entwicklung in Prozent
Thüringen5,185,597,5445,735,02,73,0

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen. Jährliche Entwicklung als geometrischer Mittelwert.

Frage 3 Seite 4

Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die durchschnittlichen Angebotsmieten in den Thüringer Landkreisen innerhalb der letzten 20 Jahre entwickelt (bitte einzeln nach Landkreisen und Jahren 2004, 2014 und 2024 angeben)?

Antwort

Es liegen nur die Daten von im Internet inserierten Wohnungen der Jahre 2010 bis 2024 vor. Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Angebotsmieten bei Erst- und Wiedervermietung der Landkreise in Thüringen der Jahre 2010, 2014 und 2024 sowie die prozentualen Entwicklungen der Zeiträume 2010 bis 2024 und 2014 bis 2024.

Tabelle: Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in den Landkreisen in Thüringen 2010, 2014 und 2024

Tabelle auf Seite 4 · 17 Zeilen × 8 Spalten
Kreisname2010201420242010 bis 20242014 bis 20242010 bis 20242014 bis 2024
Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in Euro je m²Entwicklung in Prozentjährliche Entwicklung in Prozent
Eichsfeld4,665,047,4059,046,83,43,9
Nordhausen4,735,226,1931,018,71,91,7
Wartburgkreis4,795,297,0747,533,72,83,0
Unstrut-Hainich-Kreis4,594,996,2035,024,12,22,2
Kyffhäuserkreis4,744,906,5838,834,12,43,0
Schmalkalden-Meiningen4,965,146,5932,928,22,12,5
Gotha4,845,186,8140,831,62,52,8
Sömmerda4,925,067,2046,342,32,83,6
Hildburghausen5,064,967,1741,844,72,53,8
Ilm-Kreis4,945,497,5653,037,73,13,2
Weimarer Land4,985,457,9158,845,23,43,8
Sonneberg4,624,986,7045,134,72,73,0
Saalfeld-Rudolstadt4,945,326,9340,330,32,42,7
Saale-Holzland-Kreis4,915,177,4351,243,73,03,7
Saale-Orla-Kreis5,065,026,6832,032,92,02,9
Greiz4,454,555,8531,628,62,02,6
Altenburger Land4,724,956,3334,127,72,12,5

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen. Jährliche Entwicklung als geometrischer Mittelwert.

Frage 4 Seite 5

Welche zehn Kommunen haben in Thüringen innerhalb der letzten zwanzig Jahre den höchsten Mietenanstieg zu verzeichnen (bitte Kommunen, absoluten, als auch prozentualen Anstieg der Miete innerhalb der Zeiträume von 2004 bis 2014, von 2014 bis 2024 und von 2004 bis 2024 angeben)?

Antwort

Die Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen liegen nur bis auf die Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise sowie nur für die Jahre 2010 bis 2024 vor. Die folgende Tabelle beinhaltet die durchschnittlichen Angebotsmieten bei Erst- und Wiedervermietung der zehn Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen mit den höchsten prozentualen Steigerungen im Zeitraum 2010 bis 2024.

Tabelle: Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in den zehn Kreisen mit den höchsten prozentualen Entwicklungen der Mieten in Thüringen 2010 bis 2024

Tabelle auf Seite 5 · 10 Zeilen × 10 Spalten
Kreisname2010201420242010 bis 20242014 bis 20242010 bis 20142010 bis 20242014 bis 20242010 bis 2014
Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in Euro je m²Entwicklung in ProzentEntwicklung absolut in Euro je m²
Weimar, Stadt5,836,849,3961,137,317,43,562,551,01
Eichsfeld4,665,047,4059,046,88,32,752,360,39
Weimarer Land4,985,457,9158,845,29,42,932,460,47
Erfurt, Stadt5,696,398,9056,339,212,33,212,510,70
Ilm-Kreis4,945,497,5653,037,711,12,622,070,55
Saale-Holzland-Kreis4,915,177,4351,243,75,22,522,260,26
Jena, Stadt7,378,0611,1551,238,39,33,773,090,69
Wartburgkreis4,795,297,0747,533,710,32,281,780,49
Sömmerda4,925,067,2046,342,32,82,282,140,14
Sonneberg4,624,986,7045,134,77,72,091,730,36

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen.

Frage 5 Seite 5

Welche zehn Kommunen weisen in Thüringen aktuell nach Kenntnis der Bundesregierung die höchsten Angebotsmieten auf (bitte ebenso die Werte für die einzelnen Kommunen aus den Jahren 2004, 2014 und 2024 angeben)?

Antwort

Die Erst- und Wiedervermietungsmieten im Internet inserierter Wohnungen liegen für die kreisfreien Städte und Landkreise vor. Folgende zehn kreisfreien Städte und Landkreise hatten im Jahr 2024 im Land Thüringen die höchsten durchschnittlichen Angebotsmieten bei Erst- und Wiedervermietung.

Tabelle: Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in den zehn Kreisen mit den höchsten Mieten in Thüringen für das Jahr 2024

Tabelle auf Seite 6 · 10 Zeilen × 4 Spalten
Kreisname201020142024
Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in Euro je m²
Jena, Stadt7,378,0611,15
Weimar, Stadt5,836,849,39
Erfurt, Stadt5,696,398,90
Weimarer Land4,985,457,91
Ilm-Kreis4,945,497,56
Saale-Holzland-Kreis4,915,177,43
Eichsfeld4,665,047,40
Sömmerda4,925,067,20
Hildburghausen5,064,967,17
Wartburgkreis4,795,297,07

Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen Anmerkung: Angebotsmieten ohne Nebenkosten für unmöblierte Wohnungen im Gebäudebestand und Neubau mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen.

Frage 6 Seite 6

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Mietbelastungsquote in Thüringen seit 2005 entwickelt?

Antwort

Das alle vier Jahre umgesetzte Zusatzprogramm Wohnen des Mikrozensus der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder bietet die Möglichkeit Mietbelastungsquoten auf der räumlichen Ebene der Bundesländer zu ermitteln, zuletzt für das Erhebungsjahr 2022. Demnach lag die durchschnittliche monatliche Mietbelastungsquote der Hauptmieterhaushalte im Jahr 2022 in Thüringen, bezogen auf die Bruttokaltmiete am Haushaltsnettoeinkommen, bei 24,2 Prozent. Nach Angaben der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder sind die Ergebnisse der Mikrozensen aus früheren Erhebungen durch methodische Umstellungen nicht miteinander vergleichbar (www.destatis.de/DE/Themen/Ge sellschaft-Umwelt/Wohnen/Methoden/_zusatzprogramm-wohnen-des-mz.html #654254). Frühere Ergebnisse werden daher nicht dargestellt.

Frage 7 Seite 6

Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Baulandpreise in Thüringen innerhalb der letzten zwanzig Jahre entwickelt (bitte in Zehnjahresschritten 2004, 2014, 2024 nach Landkreisen aufschlüsseln)?

Antwort

Der Bundesregierung liegen Daten zu Baulandpreisen in den Landkreisen in Thüringen nicht vor. Das Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation des Freistaats Thüringen hat auf folgender Internetseite Daten zu Kaufpreisen von unbebauten und bebauten Grundstücken für verschiedene Segmente in Form von Excel-Dateien für die Jahre 2015 bis 2024 veröffentlicht: https://tlbg. thueringen.de/wertermittlung/berichte-zum-grundstuecksmarkt#c83487, abgerufen am 21. Oktober 2025.

Frage 8 Seite 7

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Leerstandsquote von Wohnungen in Thüringen seit 2010 entwickelt (bitte nach landesweiter Quote, Quote in Landkreisen sowie kreisfreien Städten und Gründen für den Leerstand aufschlüsseln)?

Antwort

Leerstandsquoten liegen auf der Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise über die Vollerhebungen des Zensus 2011 und des Zensus 2022 vor. Die folgende Tabelle zeigt die Leerstandsquoten in Gebäuden mit Wohnraum der Erhebungsstichtage der Zensen 2011 und 2022 für die Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen und das Land Thüringen.

Tabelle: Durchschnittliche Leerstandsquoten in Gebäuden mit Wohnraum der Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen und des Landes Thüringen 2011 und 2022

Tabelle auf Seite 7 · 23 Zeilen × 4 Spalten
Kreisname201120222011 bis 2022
Anteil leerstehender Wohnungen an allen Wohnungen in ProzentVeränderung in Prozentpunkten
Erfurt, Stadt5,04,5-0,5
Gera, Stadt12,311,5-0,7
Jena, Stadt1,93,11,2
Suhl, Stadt8,310,21,9
Weimar, Stadt4,64,4-0,3
Eichsfeld5,16,51,4
Nordhausen4,97,82,9
Wartburgkreis7,08,31,3
Unstrut-Hainich-Kreis7,410,02,5
Kyffhäuserkreis8,410,62,2
Schmalkalden-Meiningen6,58,01,5
Gotha6,95,9-1,0
Sömmerda5,16,81,6
Hildburghausen5,87,82,1
Ilm-Kreis6,86,90,1
Weimarer Land6,97,91,0
Sonneberg7,79,82,1
Saalfeld-Rudolstadt6,98,92,0
Saale-Holzland-Kreis6,16,80,7
Saale-Orla-Kreis8,411,73,3
Greiz9,211,82,6
Altenburger Land12,215,12,8
Thüringen7,08,11,1

Anmerkung: Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum, ausgenommen Ferien- und Freizeitwohnungen Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Zensus 2011, Zensus 2022 – Gebäude- und Wohnungszählung Das Statistische Bundesamt und die statistischen Ämter der Länder haben mit dem Zensus 2022 erstmals Leerstandsgründe abgefragt. Die folgende Tabelle zeigt die prozentualen Verteilungen der leerstehenden Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum nach Leerstandgründen zum Erhebungsstichtag des Zensus 2022.

Tabelle: Verteilung der Leerstandsgründe leerstehender Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum der Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen und des Landes Thüringen 2022

Tabelle auf Seite 8 · 24 Zeilen × 7 Spalten
KreisnameInnerhalb von drei Monaten für den Bezug verfügbarLaufende bzw. geplante BaumaßnahmenGeplanter Abriss oder RückbauVerkauf des Gebäudes oder der WohnungKünftige SelbstnutzungSonstiger Grund
Anteil leerstehender Wohnungen nach Grund des Wohnungsleerstands in Prozent
Erfurt, Stadt51,620,71,44,013,39,0
Gera, Stadt49,430,44,54,01,99,9
Jena, Stadt41,537,52,65,12,211,2
Suhl, Stadt47,313,417,64,43,713,6
Weimar, Stadt37,247,11,72,53,28,4
Eichsfeld32,429,03,37,37,420,5
Nordhausen40,721,83,87,86,719,1
Wartburgkreis28,723,55,67,56,128,6
Unstrut-Hainich-Kreis33,122,67,78,64,923,0
Kyffhäuserkreis29,025,27,710,95,921,4
Schmalkalden- Meiningen28,823,73,69,99,324,8
Gotha34,631,92,26,36,018,9
Sömmerda21,028,36,611,08,324,9
Hildburghausen15,829,93,910,38,231,9
Ilm-Kreis26,937,95,77,37,215,1
Weimarer Land30,231,38,76,86,216,8
Sonneberg18,324,322,27,57,720,0
Saalfeld-Rudolstadt27,926,29,08,46,522,0
Saale-Holzland-Kreis28,723,71,613,46,725,9
Saale-Orla- Kreis19,432,97,08,26,026,5
Greiz32,924,02,76,16,428,0
Altenburger Land39,523,04,96,62,923,1
Thüringen33,326,75,87,46,220,8

Anmerkung: Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum, ausgenommen Ferien- und Freizeitwohnungen Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Zensus 2022 – Gebäude- und Wohnungszählung Die statistischen Ämter haben die im Zensusfragebogen vorgelagerte Frage als Kategorie „Innerhalb von drei Monaten für den Bezug verfügbar“ den Leerstandsgründen zugeordnet. Für diese Wohnungen wurden im Rahmen des Zensusfragebogens keine Leerstandsgründe abgefragt.

Frage 9 Seite 9

Wie hat sich der Bestand an Sozialwohnungen nach Kenntnis der Bundesregierung innerhalb der letzten zwanzig Jahre in Thüringen entwickelt (bitte in Zehnjahresschritten 2004, 2014, 2024 aufschlüsseln)?

Antwort

Der Bestand an Sozialwohnungen in Thüringen lag, nach Angaben von Thüringen, zum Ende des Jahres 2014 bei 29 111 Wohnungen und zum Ende des Jahres 2024 bei 11 718 Wohnungen. Für das Jahr 2004 liegen der Bundesregierung keine Informationen vor.

Frage 10 Seite 9

Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl der Menschen, die aufgrund ihrer Einkommensverhältnisse Anrecht auf einen Wohnberechtigungsschein in Thüringen haben?

Antwort

Zur Anzahl der Menschen, die aufgrund ihrer Einkommensverhältnisse Anrecht auf einen Wohnberechtigungsschein in Thüringen haben, liegen der Bundesregierung keine Informationen vor.

Frage 11 Seite 9

Wie hat sich der Bestand der Grundstücke und Immobilien der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) in Thüringen innerhalb der letzten zwanzig Jahre entwickelt (bitte in Zehnjahresschritten 2004, 2014, 2024 angeben)?

Antwort

Die Entwicklung des Liegenschaftsbestandes der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) in Thüringen ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen, die die Anzahl der Grundstücke/Immobilien im Eigentum der BImA in Thüringen aufgeschlüsselt nach Jahren – beginnend mit dem Jahr 2007 – darstellt. Zuvor wurden diese Daten nicht erhoben.

Tabelle auf Seite 9 · 3 Zeilen × 2 Spalten
Jahr (Stand: jeweils 01.01.)Grundstücke/Immobilien im Eigentum der BImA in Thüringen
20071 922
2014943
2024577
Frage 12 Seite 9

Wie viele Wohnungen waren in den letzten zwanzig Jahren jeweils zum Stichtag 31. Dezember im Bestand der BImA in Thüringen (bitte für die Jahre 2004, 2014 und 2024 angeben), und wie viele dieser Wohnungen waren durchschnittlich vermietet?

Antwort

Die Entwicklung der Wohnungen zum Stichtag 31. Dezember des jeweiligen Jahres – beginnend mit dem Jahr 2018 – sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Auswertungen älteren Datums stehen der BImA nicht zur Verfügung.

Tabelle auf Seite 9 · 2 Zeilen × 3 Spalten
Jahr (Stand: jeweils 31. 12.)Anzahl Wohnungen in Thüringen (Gesamt)Belegt
20181 1851 129
20241 1741 125
Frage 13 Seite 10

Welche Verkäufe von Grundstücken und Immobilien der BImA in Thüringen sind innerhalb der nächsten fünf Jahre geplant (bitte die geplanten Verkäufe nach genauem Standpunkt auflisten)?

Antwort

Im aktuellen Verkaufsportfolio der BImA im Bundesland Thüringen befinden sich die in der „Anlage zu Frage 13“ aufgeführten Liegenschaften, die aus heutiger Sicht zum Verkauf anstehen.

Um bei ihren Veräußerungsentscheidungen auf sich ändernde Marktgegebenheiten reagieren zu können, erstellt die BImA regelmäßig nur einjährige, dafür aber grundsätzlich belastbare Verkaufsplanungen.

Bevor die BImA entbehrliche Liegenschaften auf dem Immobilienmarkt veräußert, bietet sie diese zunächst den Kommunen oder anderen Gebietskörperschaften im Wege des Erstzugriffs zum Erwerb an. Durch dieses Verfahren ist sichergestellt, dass keine für eine kommunale Nutzung interessante Liegenschaft ohne Beteiligung der Kommune an private Träger verkauft wird.

AnlageAnlage zur Antwort auf Frage 13: Aktuelles Verkaufsportfolio 2025 in Thürin-

PDF-Seiten 17–19 (3 Seiten) · im Originalformat beigefügt, nicht in Tabellen übernommen

Frage 14 Seite 10

Wie viele Wohnungen hat die BImA nach Kenntnis der Bundesregierung in Thüringen seit 2022 geschaffen (bitte einzeln nach Jahren aufschlüsseln)?

Antwort

In Thüringen hat die BImA seit 2022 keine neuen Wohnungen geschaffen.

Frage 15 Seite 10

Wie hat sich der Bestand der Grundstücke und Immobilien des Bundeseisenbahnvermögens (BEV) in Thüringen innerhalb der letzten zwanzig Jahre verändert (bitte für die Jahre 2004, 2014, 2024 angeben)?

Antwort

Eine elektronische Auswertung nach Bundesland ist erst ab dem 1. März 2006 möglich. Es wird daher ersatzweise der Bestand zum 1. März 2006 statt zum 31. Dezember 2004 angegeben.

Der Grundstücksbestand des BEV im Bundesland Thüringen hat sich wie folgt entwickelt:

2006 = 559 149 m²

2014 = 86 316 m²

2024 = 13 198 m².

Frage 16 Seite 10

Wie viele Wohnungen waren in den letzten zwanzig Jahren jeweils zum Stichtag 31. Dezember 2004, 2014 und 2024 im Bestand des BEV in Thüringen, und wie viele dieser Wohnungen waren durchschnittlich vermietet?

Antwort

Der Wohnungsbestand in Thüringen betrug:

2004 = 194 Wohnungen

2014 = elf Wohnungen

2024 = eine Wohnung.

Eine Statistik über den durchschnittlichen Vermietungsstand wird durch das BEV nicht geführt.

Frage 17 Seite 11

Welche Verkäufe von Grundstücken und Immobilien des BEV in Thüringen sind innerhalb der nächsten fünf Jahre geplant (bitte die geplanten Verkäufe nach genauem Standpunkt auflisten)?

Antwort

Durch den Maßgabebeschluss 20(8)5551 des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages vom 16. November 2023 gilt ein Veräußerungsverbot. Aus diesem Grund stellt das BEV keine Verkaufsplanung auf.

Frage 18 Seite 11

Über welchen Bestand an Wohnungen, Immobilien und Grundstücken verfügen andere Behörden bzw. Unternehmen des Bundes in Thüringen (bitte einzeln nach Behörde bzw. Unternehmen aufschlüsseln)?

Antwort
Tabelle auf Seite 11 · 5 Zeilen × 2 Spalten
UnternehmenBestand an a) Wohnungen, b) Immobilien, c) Grundstücken
Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH, LMBVc) Grundstücke 1. Bauland in der Krayenberggemeinde OT Merkers, Gartenstraße 2. Bauland/Bauerwartungsland in der Landgemeinde Stadt Bleicherode OT Obergebra, Halle-Kasseler-Straße
Wismut GmbHc) Grundstücke Fläche von 1.496 ha. Dabei handelt es sich sowohl um mit Verwaltungsgebäuden und technischen Anlagen bebaute Flurstücke, als auch sämtliche andere im Eigentum der Wismut stehenden Grundstücke zur Sanierung im Rahmen des gesetzlichen Auftrages, die sich überwiegend im Außenbereich befinden (nicht bebaubar)
DFS Deutsche Flugsicherung GmbHb) Immobilie Sendestelle Erfurt (zwei Flurstücke mit 1.019 m² und 1.086 m²)
Deutsche Bahn AG*Bestand zum 22.10.2025: 13.270 Flurstücke mit einer Gesamtgröße von rd. 71.674.786 m², davon entfallen rd. 7.643 m² auf die DB AG, der Hauptanteil entfällt auf ihre Gesellschaften/Tochterunternehmen
Autobahn GmbH des BundesDie Autobahn GmbH des Bundes verwaltet im Auftrag des Eigentümers Bundesrepublik Deutschland zwei Wohnungen in Thüringen und 17.848 Grundstücke.

*Bei den Immobilien der Deutschen Bahn AG (DB AG) respektive ihrer Gesellschaften/Tochterunternehmen handelt es sich immer um Immobilien, die eisenbahnrechtlich gewidmet sind und ausschließlich für Bahnbetriebszwecke genutzt werden können. Im Eigentum der DB AG respektive ihrer Gesellschaften/Tochterunternehmen befinden sich keine klassischen Wohnimmobilien. Zum Teil befinden sich vereinzelt Wohnungen in betrieblichen Gebäuden. Bei diesen Wohnungen handelt es sich nicht um klassische Wohnungen, sondern vielmehr um Dienstwohnungen für DB-Mitarbeiter. Bei den vorbenannten Grundstücken handelt es sich größtenteils um bspw. Eisenbahnverkehrsflächen, Eisenbahnverkehrsstraßen, öffentliche Verkehrsflächen, land- und forstwirtschaftliche Flächen, etc. Nur ein geringer Teil ist mit baulichen Anlagen, wie z. B. Güterhalle, Lagergebäude, etc. belegt.

*Bei den Immobilien der Deutschen Bahn AG (DB AG) respektive ihrer Gesellschaften/Tochterunternehmen handelt es sich immer um Immobilien, die eisenbahnrechtlich gewidmet sind und ausschließlich für Bahnbetriebszwecke genutzt werden können. Im Eigentum der DB AG respektive ihrer Gesellschaften/Tochterunternehmen befinden sich keine klassischen Wohnimmobilien. Zum Teil befinden sich vereinzelt Wohnungen in betrieblichen Gebäuden. Bei diesen Wohnungen handelt es sich nicht um klassische Wohnungen, sondern vielmehr um Dienstwohnungen für DB-Mitarbeiter. Bei den vorbenannten Grundstücken handelt es sich größtenteils um bspw. Eisenbahnverkehrsflächen, Eisenbahnverkehrsstraßen, öffentliche Verkehrsflächen, land- und forstwirtschaftliche Flächen, etc. Nur ein geringer Teil ist mit baulichen Anlagen, wie z. B. Güterhalle, Lagergebäude, etc. belegt.

Frage 19 Seite 12

Welche in Thüringen gelegenen Wohnungen, Immobilien und Grundstücke anderer Behörden bzw. Unternehmen des Bundes wurden nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2022 verkauft, und wie hoch waren dabei die erzielten Einnahmen (bitte nach Jahr, Immobilienart, exakter Adresse, Käufer und erzielten Einnahmen aufschlüsseln)?

Antwort
Tabelle auf Seite 12 · 38 Zeilen × 4 Spalten
UnternehmenImmobilienartJahr des VerkaufsAdresse
Wismut GmbHGrundstück2022Ronneburg
Grundstück2024Raitzhain, Ronneburg, Paitzdorf
Grundstück2024Seelingstädt
Grundstück2024Beerwalde
Grundstück2024Beerwalde
Grundstück2025Ronneburg
Grundstück2025Seelingstädt
Deutsche Bahn AGBahnanlage2022Altenburg
Gebäude2022Straußfurt
Gebäude2022Sülzenbrücken
Verkehrsfläche2022Triptis
Gebäude2022Kaulsdorf
Gebäude2022Neudietendorf
Verkehrsfläche2022Rosenthal a. R., OT Harra
Gartenfläche2023Sonneberg
Gebäude2023Weimar
Verkehrsfläche2023Heinersdorf
Bahnanlage2023Erfurt
Gebäude2023Woffleben
Bahnanlage2023Pößneck
Gebäude2023Nordhausen
Gebäude2023Gotha
Bahnanlage2023Nordhausen
Bahnanlage2025Triptis
Gartenfläche2024Katzhütte
Verkehrsfläche2024Neustadt (Orla)
Gebäude2024Sondershausen
Gebäude2024Großenstein
Gartenfläche2024Gera
Bahnanlage2024Nordhausen
Bahnanlage2024Nordhausen
Bahnanlage2024Arnstadt
Verkehrsfläche2025Sömmerda
Verkehrsfläche2025Bleicherode
Verkehrsfläche2025Unstruttal
Garagenfläche2025Arnstadt
Garagenfläche2025Sonneberg
Verkehrsfläche2025Zschöpel

Berücksichtigt sind die Jahre 2022 bis 30. September 2025. Die Angaben zu Käufer und Kaufpreis sind vertraulich zu behandeln und können daher nicht veröffentlicht werden.

Frage 20 Seite 13

Wie hat sich die jährliche Zahl von Zwangsräumungen in Thüringen nach Kenntnis der Bundesregierung entwickelt (bitte Gesamtzahl, nach Kreisen bzw. kreisfreien Städten und den Jahren 2004, 2014 und 2024 aufschlüsseln)?

Antwort

Nachstehend sind die Angaben zu den tatsächlich durchgeführten Zwangsräumungen in Wohnraum in Thüringen (TH) für die Jahre 2019 bis 2024 aufgeführt, die die Landesjustizverwaltung TH dem Bundesamt für Justiz (BfJ) übermittelt hat. Eine frühere Erhebung der erfragten Daten hat in TH nicht stattgefunden, sodass dem BfJ keine Daten übermittelt wurden. Insoweit können wir somit keine Daten zu den konkret erfragten Daten für die Jahre 2004 und 2014 zuliefern. Darüber hinaus kann keine Differenzierung nach Kreisen/kreisfreien Städten vorgenommen werden, da diese Daten nicht gesondert erfasst werden.

– 2019: 967 in Wohnraum

– 2020: 859 in Wohnraum

– 2021: 855 in Wohnraum

– 2022: 791 in Wohnraum

– 2023: 858 in Wohnraum

– 2024: 827 in Wohnraum

Frage 21 Seite 13

Wie haben sich die Wohnnebenkosten (Heizung, Warmwasser, kalte Betriebskosten) in Thüringen nach Kenntnis der Bundesregierung in den letzten 20 Jahren landesweit entwickelt (bitte in Zehnjahresschritten 2004, 2014, 2024 angeben)?

Antwort

Angaben zu Wohnnebenkosten auf der räumlichen Ebene der Länder werden über das Zusatzprogramm Wohnen des Mikrozensus durch die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder als Sonderauswertungen aufbereitet. Das Zusatzprogramm Wohnen wird alle vier Jahre erhoben wird, zuletzt 2022. Für das Land Thüringen ergeben sich darüber für das Jahr 2022 durchschnittliche warme und kalte Wohnnebenkosten von insgesamt 2,3 Euro je m². Nach Angaben der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder sind die Ergebnisse der Mikrozensen aus früheren Erhebungen durch methodische Umstellungen nicht miteinander vergleichbar (www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Um welt/Wohnen/Methoden/_zusatzprogramm-wohnen-des-mz.html#654254). Frühere Ergebnisse werden daher nicht dargestellt.

Frage 22 Seite 13

Wie haben sich die Wohnnebenkosten (Heizung, Warmwasser, kalte Betriebskosten) in den Landkreisen in Thüringen nach Kenntnis der Bundesregierung in den letzten 20 Jahren entwickelt (bitte in Zehnjahresschritten 2004, 2014, 2024 angeben und nach Landkreisen aufschlüsseln)?

Antwort

Der Bundesregierung liegen keine Informationen zu Wohnnebenkosten auf Kreisebene vor.

Frage 23 Seite 13

Welche sind nach Kenntnis der Bundesregierung in Thüringen die zehn Kommunen mit den höchsten Energiepreisen für Privatpersonen (bitte in Zehnjahresschritten 2004, 2014, 2024 angeben)?

Antwort

Dafür liegen der Bundesregierung keine Informationen vor, da die Höhe der Preise nicht ortsscharf erfasst wird.

Frage 24 Seite 14

Wie hoch sind die Wohnnebenkosten (Heizung, Warmwasser, kalte Betriebskosten) nach Kenntnis der Bundesregierung in Thüringen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt?

Antwort

Sonderauswertungen des Zusatzprogramms Wohnen des Mikrozensus durch die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zeigen, dass die durchschnittlichen Wohnnebenkosten in Deutschland im Jahr 2022 bei 2,5 Euro je m² lagen und damit 0,2 Euro je m² höher waren als die durchschnittlichen Wohnnebenkosten im Land Thüringen.

Frage 25 Seite 14

Wie hoch sind die Netzentgelte für Strom in Thüringen nach Kenntnis der Bundesregierung (bitte sowohl absolut als auch im Vergleich zu den anderen 15 Bundesländern angeben)?

Antwort

Tabelle: Haushaltskunden (HHK):

Tabelle auf Seite 14 · 16 Zeilen × 4 Spalten
Nettonetzentgelte je Bundesland 2024 in ct/kWhMengengewichteter Mittelwert*MinimumMaximum
Schleswig-Holstein13,177,4416,03
Hamburg13,059,4116,03
Brandenburg12,457,6515,50
Mecklenburg-Vorpommern11,997,0115,50
Saarland11,648,3332,95
Rheinland-Pfalz11,397,2514,96
Baden-Württemberg11,246,0422,01
Nordrhein-Westfalen11,075,6514,54
Thüringen10,766,3512,68
Bayern10,564,8420,62
Hessen10,546,4115,90
Sachsen10,348,0913,91
Berlin10,299,7413,64
Sachsen-Anhalt10,277,0814,59
Niedersachsen9,916,2615,50
Bremen8,308,1812,45

Tabelle: Gewerbekunden (GK):

Tabelle auf Seite 14 · 16 Zeilen × 4 Spalten
Nettonetzentgelte je Bundesland 2024 in ct/kWhMengengewichteter Mittelwert*MinimumMaximum
Hamburg11,416,4213,50
Schleswig-Holstein11,236,7313,50
Brandenburg10,475,9214,39
Saarland10,045,9031,68
Mecklenburg-Vorpommern9,965,0312,19
Berlin9,408,1511,59
Rheinland-Pfalz9,306,5013,23
Baden-Württemberg9,215,6420,74
Nordrhein-Westfalen8,775,6513,21
Sachsen8,746,1012,41
Sachsen-Anhalt8,595,8112,46
Hessen8,564,7515,00
Thüringen8,445,7611,09
Bayern8,383,9718,02
Niedersachsen7,464,8513,57
Bremen6,696,4011,81

Tabelle: Industriekunden (IK):

Tabelle auf Seite 15 · 16 Zeilen × 4 Spalten
Nettonetzentgelte je Bundesland 2024 in ct/kWhMengengewichteter Mittelwert*MinimumMaximum
Hessen4,782,996,25
Brandenburg4,722,607,76
Schleswig-Holstein4,661,907,27
Mecklenburg-Vorpommern4,592,356,96
Baden-Württemberg4,512,847,82
Sachsen4,323,136,83
Hamburg4,323,455,73
Berlin4,302,984,98
Thüringen4,162,554,99
Sachsen-Anhalt4,123,327,54
Rheinland-Pfalz4,112,816,98
Nordrhein-Westfalen4,072,137,64
Bremen3,963,454,48
Bayern3,820,917,59
Niedersachsen3,791,796,96
Saarland3,472,648,73

*Als Gewichtungsgrundlage wurde die Abgabemenge der Netzbetreiber in den jeweiligen Netzgebieten verwendet. Diese und weitere Informationen sind auch im jährlichen Monitoringbericht der Bundesnetzagentur zu finden.

*Als Gewichtungsgrundlage wurde die Abgabemenge der Netzbetreiber in den jeweiligen Netzgebieten verwendet. Diese und weitere Informationen sind auch im jährlichen Monitoringbericht der Bundesnetzagentur zu finden.

Frage 26 Seite 15

Wie hoch sind die durchschnittlichen Strompreise in Thüringen nach Kenntnis der Bundesregierung (bitte sowohl absolut als auch im Vergleich zu den anderen 15 Bundesländern angeben)?

Antwort
Tabelle auf Seite 15 · 16 Zeilen × 4 Spalten
Durchschnittlicher Strompreis je Bundesland und Abnahmefall 2024 in ct/kWh *mengengewichtet ** arithmetischHHK* (2 500 bis 5 000 kWh/a)GK** (50 MWh/a)IK** (24 GWh/a) (ohne Vergünstigungen)
Schleswig-Holstein43,5832,6920,90
Hamburg43,4632,8720,56
Brandenburg42,8631,9320,96
Mecklenburg-Vorpommern42,4031,4220,83
Saarland42,0531,5019,71
Rheinland-Pfalz41,8030,7620,35
Baden-Württemberg41,6530,6720,75
Nordrhein-Westfalen41,4830,2320,31
Thüringen41,1729,9020,40
Bayern40,9729,8420,06
Hessen40,9530,0221,02
Sachsen40,7530,2020,56
Berlin40,7030,8620,54
Sachsen-Anhalt40,6830,0520,36
Niedersachsen40,3228,9220,03
Bremen38,7128,1520,20
Frage 27 + 28 Seite 16

27Wie hat sich der Bestand an öffentlichen Wohnungen in einzelnen Landkreisen in Thüringen nach Kenntnis der Bundesregierung entwickelt (bitte in Zehnjahresschritten 2004, 2014, 2024 angeben und nach Landkreisen aufschlüsseln)?

28Wie viele ehemals öffentliche Wohnungen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung in Thüringen in den letzten 20 Jahren privatisiert?

Antwort

Die Fragen 27 und 28 werden zusammen beantwortet: Die Bundesregierung verweist auf die Antwort zu den Fragen 11 bis 19.

Die Bundesregierung hat keine Kenntnis zu Beständen und Verkäufen der Länder und Kommunen.