Bundeseigene Wohnungen und Liegenschaften

Drucksache 21/1690Antwortauf die Kleine Anfrage 21/131617.09.202515 Seiten24 FragenFraktion Die LinkeBundesministerium der FinanzenRaumordnung, Bau- und WohnungswesenÖffentliche Finanzen, Steuern und Abgaben1 Anlage als PDF
Vorbemerkung der Fragesteller

Vorbemerkung der Fragesteller

Angesichts steigender Mieten und Wohnungsnot kommt der Debatte um öffentliche Wohnungsbestände und Liegenschaften neue Aktualität zu. Städte kaufen Immobilien zurück, Länder und Kommen gründen neue Wohnungsbaugesellschaften, und auch die neue Bundesregierung hat ihre Strategie in Bezug auf öffentliche Bestände überarbeitet. In der Vergangenheit wurden jedoch nach Ansicht der Fragestellerinnen und Fragesteller auf allen Ebenen Fehler gemacht. Nicht nur Städte und Länder, auch der Bund privatisierte Wohnungen im großen Maßstab.

Im Jahr 2024 wurden letztmals systematisch die Entwicklungen und Verkäufe öffentlicher Wohnungsbestände der letzten Jahrzehnte in einer Kleinen Anfrage ergefragt (vgl. Bundestagsdrucksache 20/12453). Nun soll das Erfragte aktualisiert werden.

Weniger öffentliche und im Regelfall günstige Wohnungen haben Auswirkungen auf das Mietenniveau in den Gemeinden. Mehr Wohnungen in privater Hand sowie in den Händen börsennotierter Aktiengesellschaften bedeuten nach Ansicht der Fragestellerinnen und Fragesteller steigende Mieten und eine höhere Wohnkostenbelastung.

Frage 1 + 1a Seite 1

1Welche bundeseigenen Liegenschaften wurden in den vergangenen zehn Jahren und wie viele im laufenden Jahr 2025 verkauft (bitte nach Jahren, Bundesländern sowie privaten und öffentlichen Käufern aufschlüsseln)?

1aWelche Liegenschaften aus dem Bestand der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) wurden in diesen Zeiträumen jeweils verbilligt an Kommunen oder Dritte abgegeben, und welche meistbietend?

Antwort

Die Fragen 1 und 1a werden gemeinsam beantwortet.

körperschaft bzw. an eine von dieser getragenen Gesellschaft verkauft worden. In 721 Fällen wurde verbilligt veräußert.

Die Aufgliederung nach Verkaufsjahr und Vertriebsweg ist der nachstehenden Tabelle zu entnehmen. Die Spalte „Bieterverfahren“ beinhaltet den Verkauf über Ausschreibungen oder Auktionen. Direktverkäufe an Private erfolgen in der Regel an Mieter, Pächter, Anlieger o. Ä.

Tabelle auf Seite 2 · 12 Zeilen × 6 Spalten
Anzahl GrundstücksverkäufeVerkauf an Gebietskörperschaften/von diesen getragenen GesellschaftenVerkauf an private DritteVerbilligung
BieterverfahrenDirektverkauf
20151 6592867126618
20161 38527855954813
20171 47532956458228
20181 37831158648157
20191 111296442373103
20201 053306370377127
2021992312352328100
202295527730137799
202379927722829493
202479325125728575
01.01. bis 31.07.202541710612918218
Gesamt12 0173 0294 5004 488721
Frage 1b Seite 2

Wie viele Liegenschaften aus dem Bestand des Bundeseisenbahnvermögens (BEV) wurden in diesen Zeiträumen jeweils verbilligt an Kommunen oder Dritte abgegeben, und wie viele meistbietend?

Antwort

Eine statistische Erhebung aufgeschlüsselt nach Bundesländern sowie privaten und öffentlichen Käufern wird beim BEV nicht durchgeführt.

Soweit in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit ermittelbar, hat das BEV in den Jahren 2015 bis 2025 nachstehend aufgeführte Anzahl an Liegenschaften verkauft.

Tabelle auf Seite 2 · 11 Zeilen × 2 Spalten
JahrAnzahl Verkäufe
2015165
2016162
2017162
2018137
2019138
2020148
2021139
2022113
202379
202433
20250

In den letzten 10 Jahren wurden 13 Liegenschaften nach Verbilligungsrichtlinien beurkundet.

Frage 1c Seite 3

Wie hoch waren die Erlöse der Verkäufe bundeseigener Liegenschaften in den vergangenen zehn Jahren (bitte nach Jahren auflisten)?

Antwort

BImA:

Die Verkaufserlöse der BImA in den vergangenen zehn Jahren sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

Tabelle auf Seite 3 · 12 Zeilen × 2 Spalten
JahrVerkaufserlöse in Euro
2015341 836 898
2016398 108 189
2017385 174 517
2018395 277 729
2019315 479 463
2020248 478 351
2021238 445 393
2022198 768 851
2023152 942 553
2024386 323 741
01.01. bis 31.07.202556 077 856
Gesamt3 116 913 541

BEV:

Die Verkaufserlöse des BEV in den vergangenen zehn Jahren sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

Tabelle auf Seite 3 · 11 Zeilen × 2 Spalten
Erlöse aus dem Verkauf von BEV-Immobilien
JahrEuro
202416 874 175,88
202321 648 185,31
202273 461 867,96
202139 596 294,61
202059 937 343,37
2019168 316 610,30
201821 736 013,80
201752 427 158,86
201633 984 290,55
201558 189 424,22
Gesamt546 171 364,86
Frage 2 Seite 3

Wie hoch waren die jährlichen Abführungen von Mieteinnahmen für Wohnungen des Bundes an den Bundeshaushalt in den vergangenen zehn Jahren (bitte nach Jahren auflisten), und wie hoch ist die aktuelle Höchstmiete für BImA-Wohnungen?

Antwort

BImA:

Die BImA leistet den Abführungsbetrag an den Bundeshaushalt als Gesamtunternehmen. Eine Aufschlüsselung des Abführungsbetrags auf einzelne Teilportfolios erfolgt nicht.

Die aktuelle Höchstmiete für BImA-Wohnungen beträgt 10 Euro/m²/nettokalt.

BEV:

Der Wirtschaftsplan des BEV wies in den letzten zehn Jahren folgende Mieteinnahmen aus.

Tabelle auf Seite 4 · 10 Zeilen × 2 Spalten
Mieteinnahmen Wohnungen BEV
JahrEuro
20156,8 Mio.
20166,2 Mio.
20176,1 Mio.
20185,9 Mio.
20197,1 Mio.
20207,1 Mio.
20216,8 Mio.
20226,8 Mio.
20237,2 Mio.
20246,9 Mio.
Frage 3 Seite 4

Wie hat sich der Bestand bundeseigener Wohnungen in den letzten zehn Jahren entwickelt, und wie viele Wohnungen besitzt der Bund heute (bitte nach Institutionen und nach Bundesländern aufschlüsseln)?

Antwort

BImA:

Eine Aufschlüsselung des Wohnungsbestands nach Bundesländern ab dem Jahr 2022 findet sich in der nachstehenden Übersicht. Für die Jahre 2014 bis 2021 hält die BImA keine entsprechenden Angaben vor.

Tabelle auf Seite 4 · 17 Zeilen × 5 Spalten
Bundesland20222023202407/2025
Baden-Württemberg4 4694 6154 5624 673
Bayern5 4105 4315 4915 270
Berlin4 8904 9204 9164 984
Brandenburg1 4901 4951 4971 482
Bremen91918988
Hamburg267268363369
Hessen2 2582 2682 3602 323
Mecklenburg-Vorpommern2 6882 6882 6872 685
Niedersachsen2 6282 6672 6662 611
Nordrhein-Westfalen6 7136 7116 7146 716
Rheinland-Pfalz2 9642 9892 9902 898
Saarland627627611597
Sachsen1 7621 7621 7621 762
Sachsen-Anhalt185185185183
Schleswig-Holstein578498519526
Thüringen1 1751 1741 1741 174
Gesamtergebnis38 19538 38938 58638 341

BEV:

Für das BEV waren die erbetenen Angaben in der Kürze der Zeit nicht ermittelbar.

Frage 3a Seite 4

Wie viele Wohnungen hat der Bund in den letzten zehn Jahren gebaut?

Antwort

BImA:

Bis Ende Juli 2025 sind 1 106 Wohnungen fertiggestellt worden.

BEV:

Vom BEV wurden keine Wohnungen gebaut.

Frage 3b Seite 5

Wie viele Wohnungen hat der Bund in den letzten zehn Jahren durch Sanierung und Umbau neu vermietet?

Antwort

BImA:

Die erbetenen Daten werden von der BImA nicht vorgehalten.

BEV:

Beim BEV wurden insgesamt 179 Wohnungen durch Sanierung und Umbau neu vermietet.

Frage 3c Seite 5

Wie viele Wohnungen hat der Bund in den letzten zehn Jahren verkauft?

Antwort

BImA:

Die BImA hat in den Jahren 2015 bis 2024 insgesamt 8 715 Wohnungen verkauft, davon ca. 70 Prozent in den Jahren 2015 bis 2017.

BEV:

Eine Statistik über Wohnungsverkäufe wird beim BEV nicht geführt.

Frage 3d Seite 5

Wie viele Wohnungen hat der Bund in den letzten zehn Jahren angekauft?

Antwort

Die BImA und das BEV haben in den letzten zehn Jahren keine Wohnungen angekauft.

Frage 4 Seite 5

Welche strategischen Ziele und welche konkreten Pläne hat die Bundesregierung bezüglich der bundeseigenen Wohnungen und Liegenschaften?

Antwort

Jede Liegenschaft wird nach Beschaffenheit, Wertigkeit und Entwicklungsmöglichkeit analysiert. Dies erfolgt turnusmäßig sowie anlassbezogen und bildet die Grundlage für die Portfolioentscheidung einer wirtschaftlichen und flächeneffizienten Verwendung entsprechend der Bedarfe, also Halten, Entwickeln oder Veräußern.

Insbesondere das Verkaufsportfolio unterliegt grundsätzlich einem dynamischen Prozess und kann auch kurzfristige Veränderungen z. B. durch geänderte Bundesbedarfe erfahren. Die BImA muss sich bei ihren Veräußerungsentscheidungen den sich stets ändernden Gegebenheiten anpassen und arbeitet insoweit nur mit einer einjährigen konkreten und belastbaren Verkaufsplanung.

Das Teilportfolio Wohnen ist Kernbestandteil der Wohnungsfürsorge des Bundes, welches unter anderem dazu beiträgt, dass der Bund als Arbeitgeber im Wettbewerb attraktiv bleibt und Wohnungsmärkte entlastet werden. Das Wohnungsportfolio wird daher insgesamt für eine langfristige Bestandshaltung ertüchtigt und durch Neubaumaßnahmen ergänzt. Geplant ist zunächst der Neubau von bis zu 6 000 Wohnungen auf BImA-eigenen Liegenschaften bis zum Jahr 2028. Der Bau von weiteren etwa 2 000 Wohnungen soll bis zum Jahr 2030 erfolgen. Darüber hinaus wird auf den Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD 2025 verwiesen (Ziffern 1.3. und 1.4.).

Frage 5 Seite 6

Nach welchen Kriterien entscheidet die BImA, ob ein Wohngebäude saniert oder abgerissen und neu errichtet wird?

Antwort

Die Frage, ob ein Wohngebäude saniert oder abgerissen und neu errichtet wird, entscheidet sich grundsätzlich nach den Kriterien Wirtschaftlichkeit und Bedarf.

Frage 5a Seite 6

Welche Planungsunterlagen sowie Wirtschaftlichkeitsberechnungen liegen insbesondere für den geplanten Abriss und Neubau der drei Mehrfamilienhäuser in der August-Ganther-Straße in Freiburg im Breisgau vor, einschließlich Angaben zu Grundrissen, Wohnkapazität, Flächen- und Ressourcenverbrauch (z. B. CO -Emissionen), Baukos-

Antwort

2

Frage 5a (Forts.) Seite 6

ten, zukünftigen Kaltmieten pro Quadratmeter sowie Variantenvergleichen (z. B. Sanierung, Aufstockung, Neubau) mit den zugrunde liegenden Annahmen, Parametern und Bewertungszeiträumen, auf deren Basis die Entscheidung für die Neubauvariante getroffen wurde?

Antwort

Für die hier in Rede stehende Baumaßnahme liegen folgende Unterlagen vor, die von der BImA selbst oder von beauftragten Dritten erstellt wurden:

– Wirtschaftlichkeitsberechnung

– Baugrunduntersuchung

– Baum- und Artenschutzuntersuchung

– Gebäudeschadstoffuntersuchung

– Verkehrssicherheitsprotokolle (BBN, RÜV)

– Untersuchung Neubauvarianten

– Eine CO -Bilanzierung liegt nicht vor. 2 Eine statische Untersuchung der Gebäudesubstanz ist aufgrund der Erfahrung mit vergleichbaren Bestandsobjekten aus den 50er Jahren und den vorliegenden Plänen als nicht notwendig erachtet worden.

Frage 5b Seite 6

Warum hält die BImA die Sanierung dieser Gebäude in der August-Ganther-Straße für unwirtschaftlich, obwohl externe Gutachten Sanierungskosten von ca. 9 Mio. bis 10 Mio. Euro gegenüber Neubaukosten von 12 Mio. bis 14 Mio. Euro (ohne Tiefgarage) ausweisen, und warum werden die der Entscheidungsfindung zugrunde liegenden Berechnungen (z. B. Lebenszyklusanalysen zu Kosten, Ressourcenverbrauch und CO -Emissionen) trotz Forderungen von Mieterinnen und

Antwort

2

Frage 5b (Forts.) Seite 6

Mietern sowie Trägern öffentlicher Belange nicht veröffentlicht (www.kontextwochenzeitung.de/wirtschaft/725/bund-will-teuer-und-k limaschaedlich-bauen-10025.html)?

Antwort

Der Gesamtzustand der drei Bestandsgebäude entspricht bei weitem nicht den heutigen Standards. Die Elektrik, Trinkwasser- und Heizwasserleitungen sind noch aus dem Baujahr 1953. Die Garagen und auch teilweise die Gebäude weisen erhebliche statische Mängel auf; sieben Garagen können nicht mehr vermietet werden. Aktuell bestehen mehrere Mietminderungen aufgrund von Baumängeln und Bauschäden (schlechter Schallschutz, Schimmelbildung etc.) im Gebäude. Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zeigt auf, dass die Variante „Sanierung im Bestand“ sich als deutlich unwirtschaftlicher darstellt als die Variante „Rückbau und Neubau“.

Durch den nunmehr vorgesehenen Neubau wird zusätzlicher, bezahlbarer und zeitgemäßer Wohnraum geschaffen. Darüber hinaus werden die Wohnungen barrierearm und somit dem demografischen Wandel angepasst sein. Ebenfalls ermöglicht der Neubau eine größere Bandbreite an Wohnungsgrößen (2- bis 5-Zimmer-Wohnungen) und sorgt für eine lebendige Durchmischung in der Liegenschaft.

Die Veröffentlichung von Informationen zur Entscheidungsfindung durch die BImA erfolgt grundsätzlich entsprechend den im Einzelfall zu prüfenden rechtlichen Notwendigkeiten.

Frage 6 Seite 7

Wie viele Wohnungen des Bundes stehen leer (bitte nach Bundesbehörde sowie nach Bundesländern aufschlüsseln; bitte jeweils auch den Grund des Leerstands und die Leerstandsquote angeben)?

Antwort

BImA:

Die BImA ist zum Stichtag 31. Juli 2025 Eigentümerin von insgesamt 38 341 Wohnungen (siehe Antwort zu Frage 3). Dieser Gesamtbestand unterteilt sich in 37 212 marktaktive Wohnungen und 1 129 nicht marktaktive Wohnungen, welche aufgrund von anderen Verwertungsoptionen nicht zur Wiedervermietung vorgesehen sind.

Die Daten des Leerstandes im Wohnungsbestand der BImA beziehen sich nur auf die marktaktiven Wohnungen und sind der beigefügten Tabelle „Anlage BImA zu Frage 6_Bestand Leerstand Bundesländer“* zu entnehmen. Diese sind untergliedert nach den Leerstandgründen. Insgesamt rund 1,4 Prozent des Leerstandes ist fluktuationsbedingt und damit regelmäßig kurzfristig und vorübergehend. Rund 8,6 Prozent der leerstehenden Wohnungen sind mängelbehaftet oder befinden sich bereits in der Sanierung.

BEV:

Für das BEV waren die erbetenen Angaben in der Kürze der Zeit nicht ermittelbar.

AnlageAnlage BImA zu Frage 6

PDF-Seiten 10–14 (5 Seiten) · im Originalformat beigefügt, nicht in Tabellen übernommen

Frage 6a Seite 7

Wie viele leerstehende Wohnungen wurden in den letzten zehn Jahren saniert und wieder vermietet?

Antwort

BImA:

Die erbetenen Daten werden von der BImA nicht vorgehalten.

BEV:

Beim BEV wurden in den letzten 10 Jahren 179 leerstehende Wohnungen saniert und wieder vermietet.

Frage 6b Seite 7

Welche Wohnungen stehen aktuell länger als drei, sechs oder zwölf Monate leer?

Antwort

BImA:

Die Daten sind der beigefügten Tabelle „Anlage BImA zu Frage 6b_Leerstand Dauer“* zu entnehmen.

BEV:

Beim BEV wird eine derartige Statistik nicht geführt.

Frage 6c Seite 8

Wie viele Wohnungen des Bundes stehen im Hamburger Grotefendweg und wie viele in Oldenburg-Alexandersfeld leer, wie ist jeweils der aktuelle Stand der Sanierungen, und wann ist mit einer Vermietung der leerstehenden Wohnungen zu rechnen?

Antwort

BImA:

Die Daten im Hamburger Grotefendweg sowie in Oldenburg Alexanderfeld sind der beigefügten Tabelle „Anlage BImA zu Frage 6c_Leerstand HH-OL“* zu entnehmen.

Im Grotefendweg in Hamburg stehen aktuell vier von insgesamt 22 Wohneinheiten leer. Drei dieser Wohneinheiten befinden sich bis voraussichtlich März 2027 in der Sanierung, eine Wohneinheit wird Ende dieses Monats fertiggestellt sein.

In der Wohnsiedlung Alexanderfeld in Oldenburg hat die BImA insgesamt 97 Wohneinheiten, von denen aktuell zwei Einheiten leer stehen. Diese beiden Wohneinheiten befinden sich in bis September 2026 in der Sanierung.

BEV:

Das BEV hat dort keinen Bestand.

Frage 7 Seite 8

Wie viele Büro- sowie Gewerbeeinheiten des Bundes stehen leer (bitte nach Bundesbehörde sowie nach Bundesländern und Büro oder Gewerbeeinheit aufschlüsseln; bitte jeweils auch den Grund des Leerstands und die Leerstandsquote angeben)?

Antwort

BImA:

In der BImA werden die Liegenschaften in Mietobjekte unterteilt, so dass sich auf den Liegenschaften je nach Größe mehrere Mietobjekte befinden können. Für die Beantwortung der Frage werden nur Mietobjekte mit einer Größe ab 30 m² herangezogen. Zur Aufstellung der Mietobjekte und der Leerstanddauer wird auf die „Anlage der BImA zu Frage 7_Leerstand Büro und Gewerbe“* verwiesen. Den größten Anteil an Leerständen weisen große Konversionsliegenschaften (z. B. ehem. Kaserne und Munitionsdepots) auf. Die Hauptgründe für den Leerstand sind fehlendes Planungsrecht (21 Prozent), keine Nutzbarkeit (33 Prozent) und Fluktuation (19 Prozent). Die in der Anlage ausgewiesenen Leerstandsquoten beziehen sich auf das jeweilige Bundesland bezogen auf Büro bzw. Gewerbe.

BEV:

Für das BEV wird auf die nachfolgende Tabelle verwiesen.

Tabelle auf Seite 8 · 7 Zeilen × 4 Spalten
BundeslandLiegenschaftenGrund des LeerstandsLeerstand seit
Bayern6schlechter baulicher Zustandmehr als 12 Monate
Berlin4schlechter baulicher Zustandmehr als 12 Monate
Brandenburg4schlechter baulicher Zustandmehr als 12 Monate
Nordrhein-Westfalen7schlechter baulicher Zustandmehr als 12 Monate
Rheinland-Pfalz2schlechter baulicher Zustandmehr als 12 Monate
Sachsen9schlechter baulicher Zustandmehr als 12 Monate
Sachsen-Anhalt7schlechter baulicher Zustandmehr als 12 Monate
Frage 7a Seite 9

Welche der genannten Liegenschaften stehen aktuell länger als zwölf Monate leer (bitte nach Büro- oder Gewerbeeinheit aufschlüsseln)?

Antwort

BImA:

Es wird auf die „Anlage der BImA zu Frage 7_Leerstand Büro und Gewerbe“* verwiesen.

BEV:

Auf die Antwort zu Frage 7 wird zunächst verwiesen. Eine darüber hinaus gehende Aufschlüsselung nach Büro- oder Gewerbeeinheit wird beim BEV nicht geführt.

Frage 7b Seite 9

Sind in den vergangenen zehn Jahren Umwandlungen von bundeseigenen Büro- und Gewerbeeinheiten zu Wohnraum durchgeführt worden (bitte nach Bundesland und Anzahl der neu geschaffenen Wohnungen aufschlüsseln)?

Antwort

BImA:

Eine Umwandlung von Gewerberaum in Wohnraum wird im Einzelfall geprüft, stellt aber in der Umsetzung nur einen Ausnahmefall dar. Daten dazu werden von der BImA nicht erfasst.

BEV:

Beim BEV sind in den letzten 10 Jahre keine Umwandlungen von bundeseigenen Büro- und Gewerbeeinheiten zu Wohnraum durchgeführt worden.

Frage 8 Seite 9

Besteht der Plan, BImA und BEV in eine Behörde zusammenzuführen, und wie ist diesbezüglich der Stand?

Antwort

Ein solcher Plan besteht nicht.

Frage 9 Seite 9

Wie hoch waren die Kosten der Sommerfeste der BImA 2024 und 2025?

Antwort

Die Kosten für den Parlamentarischen Abend 2024 beliefen sich auf rund 160 000 Euro netto, die Kosten im Jahr 2025 auf rund 167 000 Euro.